Der Galgen von Tyburn: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Galgen von Tyburn: Roman' von Ben Aaronovitch
4.5
4.5 von 5 (2 Bewertungen)

In seinem sechsten Fall muss der fabelhafte Peter Grant - ein verschollenes altes Buch wiederfinden - einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären - versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Ty zu verderben - vermeiden, vom Gesichtslosen ins Jenseits befördert zu werden - sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben. Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neue Feinde zu machen. Mal vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

Format:Taschenbuch
Seiten:400
EAN:9783423216685

Rezensionen zu "Der Galgen von Tyburn: Roman"

  1. Follies

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 26. Dez 2019 

    PC Peter Grant wird zu einem Todesfall in einem Nobelwohnhaus gerufen. Dort hat wohl eine Gruppe Jugendlicher eine Party gefeiert, die eine junge Frau nicht überlebt hat. Offensichtlich hat sie Drogen genommen. Doch die Obduktion ergibt noch etwas anderes. Grant und sein Chef für besondere Fälle Nigthingale wollen nun herausfinden, was es genau mit dem Tod der jungen Frau auf sich hat. Fast zur gleichen Zeit bietet Reynard Foxman, ein übler Bursche, ein altes Buch an. Ein Artefakt, dass sie wohlmöglich schon lange suchten. Nicht außer Betracht lassen darf Peter Grant, dass die Flüsse von London auch noch ein Wörtchen mitzureden haben.

    In seinem sechsten Fall für die Abteilung für besondere Fälle muss Peter Grant mal wieder darauf achten, dass die normalen Menschen nicht zu viel von der Magie mitbekommen. Doch auch in seinem neuen Fall sind die Zeichen der Magie unverkennbar vorhanden. Verdächtig in dem Todesfall die Tochter von Lady Ty und das ist jemand, mit dem man es sich wirklich nicht verderben sollte. Auch bei den normalen Polizeiabteilungen hat Peter keinen allzu guten Stand, schließlich haben sich seine Einsätze schon häufiger als ausgesprochen teuer erwiesen.

    Man sollte sich in der Welt von Peter Grant, Londons einzigem Zauberlehrling, schon etwas auskennen, wenn man dieses Buch liest. Kennt man die Reihe, feiert man hier ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten. Gleichzeitig gibt es einen kniffligen Fall zu lösen und einige Ungereimtheiten aufzuklären. Die Lektüre gestaltet sich unterhaltsam und kurzweilig. Man ist immer neugierig wie es weitergeht, nicht nur bei dem einzelnen Fall, sondern auch mit Peter Grant und seinen Kollegen und Freunden. Peter Grant ist einfach eine tolle Erfindung seines Schöpfers, das gilt natürlich auch für den Rest seiner Truppe. Der nächste Band der Reihe ist für Anfang 2010 angekündigt, man darf also gespannt bleiben.

  1. Die Spur des toten Mädchens

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 24. Mai 2017 

    Klappentext:
    Wie man einem gesichtslosen Magier zu Leibe rückt, was die Bewohner von Londons teuerster Immobilie so treiben und wie ungünstig es sein kann, wenn man Lady Tyburn einen Gefallen schuldet – diese und noch mehr erfreuliche Erkenntnisse warten bei seinem neuen Fall auf Police Constable Peter Grant. Einen Einblick ins Leben der Reichen und Schönen von London gibt es gratis dazu. Und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechterhalten sollte er bei all dem möglichst auch noch.
    In seinem sechsten Fall muss der Londoner Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant …
    ein verschollenes Buch finden,
    einen verdächtigen Todesfall auf einer Party der Reichen und Schönen Londons aufklären,
    versuchen, es sich dabei nicht völlig mit Lady Tyburn zu verscherzen,
    vermeiden, vom gesichtslosen Magier ins Jenseits befördert zu werden,
    sich mit einem ganzen Haufen rauflustiger Amerikaner herumschlagen, die definitiv zu viel ›24‹ gesehen haben.
    Und Lesley ist zurück.
    Kurz: Peter bekommt die einzigartige Gelegenheit, es sich mit alten Freunden zu verderben und sich dabei jede Menge neuer Feinde zu machen. Immer vorausgesetzt, er überlebt die kommende Woche.

    Rezension:
    Peter Grant ist wieder da! Doch kaum liegt er mit Beverley im Bett, bekommt er einen Anruf von deren Schwester Ty. Bei einer Drogenparty von Jugendlichen gab es einen Todesfall. Unter den Festgenommenen ist auch Tys Tochter – und Peter soll diese möglichst unauffällig ʼraushauen. Das erweist sich als nahezu unmöglich, denn plötzlich ist Tys Tochter sogar die Hauptverdächtige. Und bei der Obduktion des Opfers finden sich Spuren von Magie! Spätestens das macht die Sache auch in rein dienstlicher Hinsicht für Peter und seinen Chef Nightingale interessant. Auch der Gesichtslose scheint in den Zwischenfall verwickelt zu sein, und der hat eine neue Assistentin. Dass auch noch schießwütige amerikanische Magie-Ermittler auftauchen, verkompliziert die Ermittlungen noch weiter. Lady Ty ist höchst sauer auf Peter.
    Zum Stil von Ben Aaronovitchs „Peter Grant“-Reihe muss man wohl nicht mehr viel sagen. Allen Fans der Reihe ist es ohnehin bekannt – und Neueinsteiger sollten diese lieber von Anfang an lesen, statt mit diesem Band einzusteigen. Auch diesmal gibt es natürlich wieder zahlreiche Reminiszenzen auf Popkultur, Architektur und Polizeiarbeit. Dass Peter allen Widrigkeiten zum Trotz auch dieses Abenteuer überlebt, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Schließlich wird er ja noch gebraucht. Diese herrlich schräge Fantasy-Krimi-Reihe macht auch im mittlerweile 6. Band Spaß. Und vielleicht gelingt es Peter ja sogar, endlich die Identität des gesichtslosen Magiers zu lüften. Und den Fall ins Trockene zu bringen, ohne von Ty ersäuft zu werden.
    Die einzigen nicht ganz so positiven Punkte, die hier erwähnt werden müssen, betreffen die deutsche Übersetzung. Im Original heißt dieser Band „The Hanging Tree“. Das lässt sich natürlich nicht wörtlich übersetzen. Die sinngemäße Übersetzung wäre wohl „Der Galgenbaum“. Beim titelgebenden „Hanging Tree“ handelt es sich allerdings um einen Pub, der in der Geschichte eine Rolle spielt. Und der befindet sich weder im ehemaligen Dorf Tyburn, noch gehört er Lady Tyburn oder liegt am gleichnamigen Fluss. Da ist der deutsche Titel wohl nicht ganz glücklich gewählt. Und dann die lieben Hausnummern … Im ganzen Buch wird immer wieder die Adresse des Tatortes mit „Hyde Park Nummer Eins“ genannt, was im Original sicher „Number One, Hyde Park“ hieß. Sorry, aber in meinen Augen ist diese Anpassung an hiesige Gepflogenheiten eine üble Eindeutschung und fällt nicht unter den Begriff Übersetzung. Eine Hausnummer in Großbritannien gehört auch in deutscher Sprache vor den Straßennamen.

    Fazit:
    Eine neuer Peter Grant, wie jeder Leser und Fan es sich wünscht: humorvoll, spannend und einfach magisch.

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog
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