Der Franken-Bulle: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Franken-Bulle: Kriminalroman' von Luck, Harry
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Franken-Bulle: Kriminalroman"

Autor:
Format:Taschenbuch
Seiten:240
Verlag:
EAN:9783740808006

Rezensionen zu "Der Franken-Bulle: Kriminalroman"

  1. Spannend und humorvoll

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Apr 2020 

    Bei den Dreharbeiten der neuesten Folge des „Franken-Bullen“ spielt die berühmte Krimiautorin Barbara Schauer das Opfer, das erschossen wird. Da jedoch irgendjemand die Filmwaffe gegen eine echte Waffe ausgetauscht hat, gibt es ein echtes Mordopfer. Der Kommissar Horst Müller und seine Kollegin Paulina Kowalska übernehmen den Fall und tauchen in die bunte Welt des Schauspiels ein – und stoßen auf menschliche Abgründe.

    Auf diesen Krimi war ich sehr gespannt, denn ich mag die Krimis aus dem Emons-Verlag immer sehr gerne und die Beschreibung des Buches hat mich angesprochen.
    Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen, denn der Schreibstil ließ sich leicht und flüssig lesen. Was ich sehr gerne mochte, war der Humor, z.B. die Dialoge zwischen Horst und Paulina. Die Mischung zwischen Spannung und Humor war für meinen Geschmack sehr gelungen.
    Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und interessant beschrieben. Besonders gut haben mir Horst und Paulina gefallen. Horst war ein wenig spießig, etwas verstaubt, Derrick-Fan und legte sehr viel Wert auf Grammatik und Rechtschreibung. Dennoch war er ein intelligenter Ermittler. Er mich mehrmals zum Lachen, denn diese Eigenschaften machten ihn sehr liebenswert und sympathisch. Paulina dagegen war modern und kannte sich mit der heutigen Technik prima aus. Ein tolles und abwechslungsreiches Team, das sich super ergänzte und von dem ich sehr gerne mehr lesen möchte. Ich hatte auch keinerlei Schwierigkeiten, mich zurecht zu finden, obwohl dies mein erster Fall aus dieser Reihe war. Die ersten Fälle möchte ich nun auch gerne lesen.
    Der Plot hat mir prima gefallen. Ich hatte viele Fragen im Kopf und konnte miträtseln und mitfiebern. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und fand die Ermittlungen von Horst und Paulina sehr interessant und nachvollziehbar. Zusätzlich zu dem Krimi hat der Autor noch einen weiteren Krimi eingebaut, der in kursiver Schrift verfasst wurde und dessen Bedeutung sich erst nach und nach erschließt. Das sorgte bei mir für zusätzliche Abwechslung.

    Ein spannender Krimi mit viel Humor. Ich hatte tolle Lesestunden und vergebe 5 von 5 Sternen.

  1. Regionalkrimi mal anders

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 19. Mär 2020 

    Die erfolgreiche Krimiautorin Barbara Schauer hat sich für die Verfilmung ihres Buches einen kleinen Cameo Auftritt gewünscht. In einer Szene soll sie das Mordopfer spielen. Die Klappe fällt auf der Oberen Brücke in Bamberg und der Schuss streckt die Schauer nieder. Das Requisit wurde mit einer scharfen Waffe ausgetauscht. Wer profitierte vom Tod der Autorin?
    Kommissar Horst Müller tappert mit seiner Kollegin Paulina durch den Fall. Ich wähle den Ausdruck „tappert“ ganz bewusst, denn Kommissar Müller ist ein bekennender Derrick Fan. Und nicht nur das, auch die gesammelten Folgen der „Schwarzwaldklinik“ genießt er gern mit einem Gläschen Eierlikör. Horst Müller scheint in der Vergangenheit steckengeblieben zu sein und er ist sich des Anachronismus durchaus bewusst, ja man kann sagen, er genießt es.
    In diesem Krimi wird nicht mit Seitenhieben gespart, es trifft die Branche der Regionalkrimis, die der Autor wohl selbstironisch aufs Korn nimmt, denn schließlich lesen wir ja gerade einen aus seiner Feder und so wird immer mal auch auf den Vorläuferband Bezug genommen. Schließlich hat ja Müller auch diesen Fall gelöst.
    Dazu wird immer mal wieder ein Handlungsstrang um eine Theatergruppe eingeblendet, die in einem Hotel ein neues Stück probt. Die „Bärenfalle“ orientiert sich durchaus an Agatha Christies „Mausefalle“. Auch hier wieder der Subtext, den der Autor in seine Handlung einbaut.
    Die Dialoge fand ich ganz witzig, wobei mir aber im Lauf der Geschichte die ständigen Anspielungen auf die altmodischen Gewohnheiten von Müller und seine grammatikalische Besserwisserei etwas zu viel wurden. Da setzte für mich ein Abnützungseffekt ein.
    Ich habe das Buch ganz gern gelesen, obwohl ich mir nach der Beschreibung sowohl mehr Spannung, wie auch mir Bamberg Lokalkolorit erhofft habe.