Der Donnerstagsmordclub: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Der Donnerstagsmordclub: Kriminalroman' von Richard Osman
3.75
3.8 von 5 (4 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Der Donnerstagsmordclub: Kriminalroman"

Man möchte meinen, so eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent sei ein friedlicher Ort. Das dachte auch die fast achtzigjährige Joyce, als sie in Coopers Chase einzog. Bis sie Elizabeth, Ron und Ibrahim kennenlernt oder, anders gesagt, eine ehemalige Geheimagentin, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer und einen ehemaligen Psychiater. Sie wird Teil ihres Clubs, der sich immer donnerstags im Puzzlezimmer trifft, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Als dann direkt vor ihrer Haustür ein Mord verübt wird, ist der Ermittlungseifer der vier Senioren natürlich geweckt, und selbst der Chefinspektor der lokalen Polizeidienststelle kann nur über ihren Scharfsinn staunen.

Format:Broschiert
Seiten:464
Verlag:
EAN:9783471360149

Rezensionen zu "Der Donnerstagsmordclub: Kriminalroman"

  1. Der Donnerstagsmordclub ermittelt

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 14. Jun 2021 

    Nach diesem letzten sehr fordernden und in den Besitz nehmendem Buch musste eine etwas einfachere Lektüre her und diese kam mir in Form von „Der Donnerstagsmordclub“ vor die Augen. Ein wirklich unterhaltsamer Krimi mit 4 alten Ermittlern aus der luxuriösen Altersresidenz Coopers Chase in der englischen Grafschaft Kent, und diese wären Elizabeth, eine ehemalige Geheimagentin, Ron, ein ehemaliger Gewerkschaftsführer, Ibrahim, ein ehemaliger Psychiater und Joyce, eine ehemalige Krankenschwester. Sie treffen sich immer donnerstags, um alte liegengebliebene Fälle zu untersuchen, alte Cold Case sozusagen, die ein weiteres Mitglied des Donnerstagsmordclubs, die ehemalige Polizistin Penny Gray „beigesteuert“ hat. Aus gesundheitlichen Gründen musste Penny leider den Donnerstagsmordclub verlassen und Joyce rückt jetzt an ihre Stelle. Innerhalb von Coopers Chase passieren Morde und die vier Hobby-Detektive können nicht anders und sie liefern sich ihre gewissen Duelle mit der Polizei, DCI Chris Hudson und PC Donna de Freitas, dennoch merkt man allen sechs Personen auch ein gewisses Miteinander an. Alles ist very british, mit diesem so bezeichnenden Humor, allerdings geht dem Stoff leider manchmal auch etwas die Puste aus. Dieses etwas langatmig Beschriebene ist allerdings nur sporadisch zu bemerken, man merkt dem Autor Richard Osman seine Erfahrung mir Drehbüchern durchaus an und diese Erfahrung bringt immer wieder neue Spannungsmomente in diesen Krimi mit seinem durchaus besonderen Personal. Den weiteren Band der Reihe werde ich mir auch zu Gemüte führen, denn ich habe Gefallen gefunden am Donnerstagsmordclub.

  1. spannender Cosy Crime

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 11. Jun 2021 

    Elizabeth, Ron, Ibrahim und Joyce sind der Donnerstagsmordclub. Sie beschäftigen sich jeden Donnerstag in ihrer Luxus-Seniorenresidenz mit alten Fällen der an Demenz erkrankten ehemaligen Polizistin Penny. Doch eines Tages kommt ihnen ein aktueller Mord dazwischen und die vier beginnen auf eigene Faust zu ermitteln. Aber nicht ohne die Verbindung zur örtlichen Polizei zu nutzen. Chris und Donna ermitteln in dem Mordfall und bald ergibt sich mit dem Donnerstagmordclub eine fruchtbare Zusammenarbeit.

    Elizabeth war in ihrem früheren Leben Spionin und nutzt ihre alten Kontakte, um immer wieder an Fakten zu kommen, die der Polizei nicht zugänglich sind. Das macht die Geschichte immer wieder überraschend, wie lm an sich immer wieder wundert, was Elizabeth doch alles mit ihren Kontakten herausfindet.

    Am Anfang des Buches habe ich mich mit den wechselnden Perspektiven etwas schwergetan, da immer abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten berichtet wird und zwischendrin dann Joyce mit Tagebucheinträgen die Geschichte weitererzählt. Ich wurde dann aber ziemlich schnell mit dem Buch warm, ist der Plot doch recht wendungsreich und die nicht allzu langen Kapitel enden gelegentlich auch mit einem Cliffhanger.

    Das Buch hat mich tatsächlich überrascht. Es ist witzig und spannend, aber an manchen Ecken sind die Schicksale, die geschildert werden, auch sehr anrührend und zu Herzen gehend. Und auch die Ängste der alternden Bewohner der Seniorenresidenz werden nicht verschwiegen. Das macht besonders die sonst so toughe Elizabeth zu einem sehr liebenswerten Charakter.

    Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit dem Donnerstagsmordclub denn nun weitergehen wird. Ein zweiter Band der Reihe ist auf jeden Fall schon einmal für April nächsten Jahres angekündigt.

    Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

  1. Vier Freunde

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 10. Jun 2021 

    Sie sind vier Freunde, die offen sind für Neues, fast zwangsläufig, könnte man sagen, denn sie leben in einer vornehmen Seniorensiedlung. Jeden Donnerstag treffen sie sich, um über alte ungelöste Fälle der ehemaligen Polizistin Penny zu diskutieren. Leider kann Penny selbst nicht mehr an den Treffen teilnehmen, da sie ins Pflegeheim umziehen musste. Dafür wurde Joyce, die früher als Krankenschwester gearbeitet hat, eingeladen. Da wird ganz in der Nähe ein Bauunternehmer tot aufgefunden und mit einem Mal haben die Vier einen echten Fall. Wobei die aktive Polizei nicht ganz so begeistert über die Einmischung ist, sich aber irgendwie nicht gegen die Hilfe der wackeren Hobby-Detektive behaupten kann.

    In Ihrem ersten Fall erweisen sich die Donnerstagsermittler als gewitzt und als sympathische Hilfe für PC Donna de Freitas. Zwei ältere Damen, zwei ältere Herren, die in ihrem Leben einiges erlebt haben. Man sollte also nicht meinen, dass das Leben mit Pensionsbeginn einfach aufhört. Ein wenig haben sie es selbst in der Hand und diese Vier machen das Beste daraus. Als Team ergänzen sie sich bestens. Ron, ehemaliger Gewerkschafter, Elizabeth, mit mysteriöser Vergangenheit. Ibrahim, ehemaliger Psychiater und Joyce, die Neue. Welche Aufregung in ihrem Leben, ein echter Fall. Nun können sie zeigen, was sie drauf haben.

    Wie schön zu lesen, dass ältere Menschen mit wachem Geist am Leben teilnehmen. Diese gehobene Siedlung für Ruheständler mit Fitness, Gesundheits- und Wellness, mit Sprach- und Diskussionsrunden ist schon etwas Besonderes. Dazu die redlichen Beamten Donna und Chris, die schnell begreifen, dass sie den Alten durchaus vertrauen können. Eine tolle Idee, die neugierig macht, auch wenn im Nachhinein der Funke nicht vollständig überspringt. Zu behäbig wirkt das Ganze manchmal. Als wären die älteren Herrschaften doch vom Leben abgehängt und mit einem depressiven Zug im Gesicht und Herz. Sehr schön dagegen, wie die vier liebenswerten Ermittler aktiv bleiben und gewiefte Methoden entwickeln, die sie sowohl der Lösung des Falles näher bringen als auch ihre Weltzugewandheit erhalten. Akribisch und hartnäckig bohren sie, bis sämtliche Rätsel gelöst sind und sie sich auch den nächsten Donnerstag freuen können.

    3,5 Sterne

  1. künstlich gehyped

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 07. Jun 2021 

    Wieder ein Buch, dessen Hype mir sich nicht erschließt. Bei der Werbung für dieses Buch hat man an Superlativen nicht gespart, wie z.B. „Die Krimi-Sensation aus England“, „Urkomisch“, „Weise und Witzig“, etc, etc.. Wieder handelt es sich einfach um einen teilweise humorvollen Krimi, aber in keinster Weise um ein weltbewegendes Buch, eine einfache Unterhaltungslektüre mit britischem, flachem Humor. Ich lerne halt leider auch nicht dazu, ich falle immer wieder auf die Werbung rein und besorge mir diese Bücher und ärgere mich darüber, dass ich mich nicht pausenlos vor Lachen krümme.
    Richard Osman ist vor allem den britischen Menschen als Fernsehmoderator bekannt. Sobald Leute der breiten Masse bekannt sind und sie Bücher veröffentlichen, wird die Werbemaschinerie in Kraft gesetzt. Mal da ein Hinweis im Fernsehen, mal da ein Hinweis in diversen Tageszeitungen. Die Autoren könnten dann vermutlich ein datenschutzbereinigtes Telefonbuch runtertippen und würden damit auch Bücher verkaufen. Nein, ganz so langweilig oder trocken ist das Buch nicht.
    In Österreich ist es genau so, es gibt Krimiautoren die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wöchentlich auftreten, deren Bücher penetrant angepriesen werden und Schwupp die Wupp sind sie auf Platz 1 der Bestseller-Liste. Die Qualität ist dann meist nicht besser als ein Buch eines unbekannteren Autors, die von solchen Werbekampagnen nur träumen können.
    Die Geschichte selbst ähnelt ein wenig den Golden Girls, die mit männlicher Unterstützung in einem Luxus Seniorenheim auf Mörderjagd gehen. Leider war es mir tatsächlich zu langweilig, der Schmunzelfaktor zu gering, da der Humor sehr vorhersehbar und abgedroschen ist. Etwas gequält empfand ich das ständige hervorbringen von neuen Tatverdächtigen. Manchmal ist weniger mehr.
    Ich möchte nun hiermit ein Versprechen abgeben. Bevor ich nochmals zu einem Buch greife, dass über die Medien so beworben wird, besorge ich mir zwei oder drei Bücher eines Autors eines Indieverlages.
    Es tut mir leid, dass ich mir jetzt Luft über die gekünstelten Hypebücher als solche gemacht habe. Wie gesagt, es wird nicht mehr vorkommen. Ich habe es mir selbst geschworen, die Finger von solchen Bücher zu lassen.