In den Ketten der Angst (Libby Whitman 11)

Buchseite und Rezensionen zu 'In den Ketten der Angst (Libby Whitman 11)' von Dania Dicken
5
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Inhaltsangabe zu "In den Ketten der Angst (Libby Whitman 11)"

Autor:
Format:Kindle Ausgabe
Seiten:317
Verlag:
EAN:

Rezensionen zu "In den Ketten der Angst (Libby Whitman 11)"

  1. Der Mensch hat ein Recht auf Freiheit

    "Sklaverei, Menschenhandel ist nicht tolerierbar, nicht akzeptabel und nicht verhandelbar.“ (Kailash Satyarthi)
    Washington DC wird durch eine Mordserie an jungen Frauen erschüttert. Owens Partner Benny Morgan bittet die Agents Libby Whitman und ihre Kollegin Julie für ein Profil einen Blick in die Akten zu werfen. Schnell sind sich die beiden Profiler einig, dass sie es hier mit Menschenhandel zu tun haben. Außerdem sind sie sicher, dass die brutalen Morde von keinem Einzeltäter stammen, sondern eine Organisation dahintersteckt. Für Benny ist klar Libby weiß am besten, was diese Frauen durchmachen. Als dann eine 17-jährige Schülerin vermisst wird, setzen die Profiler der BAU alles daran, um ihr Leben und das der anderen zu retten. Niemand ahnt, dass die Täter längst jemand von ihnen im Visier hat.

    Meine Meinung:
    In Libby Whitmans elftem Fall geht es um die Themen Menschenhandel, Loverboys, Prostitution, Folter, Misshandlung, Vergewaltigung bis hin zu Mord. Ohne zu ahnen, bearbeitet die Autorin hier eine Thematik, die in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der Polizei rückt. Besonders Europa und gerade Deutschland hat diesen Verbrechern hier einen Nährboden bereitet durch die vielen Bordelle. Doch in diesem wieder sehr gut recherchierten Fall führt uns die Autorin auch in die Seele der Betroffenen. Wir dürfen miterleben, wie sich Menschen fühlen, die gefoltert, missbraucht werden und Angst um ihr Leben fürchten. Erschüttert hat mich, dass es diesmal vor allem um sehr junge Frauen geht. Diesen wird meist durch sogenannte Loverboys etwas vorgespielt und sie geraten dann in die Hände von Verbrechern, aus deren Fänge sie alleine nicht wieder herauskommen. In diesem Fall endet es größtenteils dann sogar noch tödlich, wenn sie versuchen, sich zu wehren oder fliehen. Durch den lockeren, flüssigen Schreibstil und die fesselnde Story kann ich das Buch kaum mehr weglegen. Allerdings ist die Thematik und vor allem die brutalen Szenen mit den Mädchen nichts für schwache Nerven. Gerade die Vorstellung, dass es solche Verbrechen zu Tausenden wirklich im realen Leben gibt, macht mich fassungslos und beschert mir eine Gänsehaut. Vielleicht ist es genau das, warum immer wieder junge Menschen vermisst werden? Dass Libby noch immer mit dem Trauma von Vincent Bailey zu tun hat, wird mir hier ebenfalls bewusst. Doch Libby ist eine Kämpferin und ich bin mir sicher, dass sie es irgendwann schafft. Wie es mit der Trennung von Julie und Kyle weitergeht, erfahre ich ebenfalls. Außerdem begibt sich Benny Morgan bei einem Undercover Einsatz in Gefahr und ein Agent gerät in die Fänge der Verbrecher. Obendrein gibt ein Wiedersehen mit Julies Mutter, Profilerin Andrea Thornton, was mir gut gefiel. Besonders, weil ich sie durch die ersten Profiler Reihe der Autorin begleiten durfte. Dass es auch in den USA Grenzen für Ermittler gibt, das erfahren ich hier ebenso. Gerade die Harmonie zwischen Ermittlungen, Psychologie und Privatleben machen diese Reihe für mich lesenswert. Deshalb erneut 5 von 5 Sterne von mir.

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