Deadline

Buchseite und Rezensionen zu 'Deadline' von Renée Knight
4
4 von 5 (3 Bewertungen)

Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug …


Format:Broschiert
Seiten:352
EAN:9783442314065

Rezensionen zu "Deadline"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 05. Okt 2015 

    Tolles Debüt

    Klappentext
    So schockierend und spannend, dass es einem den Atem nimmt.
    Diesen einen Tag vor zwanzig Jahren wird Catherine nie vergessen. Was damals geschah, sollte für immer ein Geheimnis bleiben, bis zum Ende ihres Lebens. Doch dann hält sie plötzlich diesen Roman in den Händen, in dem ihre geheime Geschichte bis ins Detail erzählt wird. Bestürzt blättert sie eine Seite nach der anderen um. Wer kann so genau von den damaligen Ereignissen wissen, und was will der mysteriöse Verfasser des Buches von ihr? Als sie die letzte Seite aufschlägt, findet sie die grausame Antwort: Die Geschichte endet mit ihrem gewaltsamen Tod. Catherine gerät in Panik – und das ist genau das, was Stephen Brigstocke gewollt hat. Er kennt Catherine nicht, aber er weiß von ihrem Geheimnis. Und er hat sich geschworen – sie soll büßen für das, was sie getan hat, bis zu ihrem letzten Atemzug

    Über die Autorin
    Renée Knight hat Dokumentationen für die BBC produziert, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Fernseh- und Filmdrehbücher wurden von der BBC, Channel Four und Capital Films erworben. Sie absolvierte den renommierten Schreibkurs der Faber Academy und legt mit »Deadline« ihren ersten Roman vor. Renée Knight lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in London.

    Meine Meinung

    Story
    Stephen Brigstock, der schon lange Rentner ist, findet zufällig einen Stapel Bilder, die seine längs verstorbene Frau versteckt hat. Als er weiter sucht, stößt er auf ein Buch-Manuskript, darin geht es um die Umstände, wie ihr Sohn vor langer Zeit zu Tode gekommen ist. Es war offensichtlich ganz anders als er all die Jahre geglaubt hat, denn Catherine, die Mutter war wohl nicht ganz unschuldig daran, Stephan will sich an Catherine rächen. Catherine hat die Ereignisse tief vergraben und ihr Leben gerät komplett aus dem Fugen, als Plötzlich ein Buch auftaucht, das genau schildert was damals geschehen ist. Doch war es wirklich so wie es in dem Buch steht? Catherine hat nie darüber geredet, nur sie kennt die Wahrheit. Als sie erkennt dass das jahrelange Schweigen ein Fehler war, ist es zu spät. Catherine steht plötzlich alleine da, denn alle sehen in ihr die böse, selbstsüchtige Mutter.

    Schreibstil
    Das Buch erfordert ein wenig Aufmerksamkeit, da es aus der Sicht von zwei Charakteren, in unterschiedlichen Zeiten erzählt wird. Dennoch war der Schreibstil sehr locker und flüssig zu lesen

    Mein Fazit

    Eine klassische Rollenverteilung in Gut und Böse, gibt es in dem Buch nicht, denn alle haben Fehler. Mir viel es schwer, zu einem der Charaktere Sympathien zu entwickeln. Letztendlich tragen alle Schuld.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die mehr oder weniger kaputte Welt in der sich alle befinden ist sehr gut dargestellt, und man kann auch mit den Charakteren mitfühlen. Ob man Verständnis aufbringt, entscheidet jeder Leser für sich. Renne Knight ist ein toller Debüt-Roma gelungen. Ein Spannungsroman der ohne die üblichen Zutaten wie Polizei und Schusswaffen auskommt und dem Leser viel Raum lässt für eigene Ansichten und Verurteilungen.
    Ich vergebe gute vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 21. Aug 2015 

    Klasse Debüt!

    Ein gelungenes Debüt von Renée Knight, deren Namen ich mir merken werde. Ein bemerkenswertes Genre: „psychologischer Spannungsroman“, was es haargenau auf den Punkt bringt. Das ist kein Psycho-Thriller oder Krimi, das ist wirklich ein psychologischer Spannungsroman. Und zwar so spannend, daß ich ihn am letzten Sonntag am Stück gelesen habe.

    Es wird nicht groß gefackelt, mit dem ersten Satz wird der Leser mitten in die Geschichte -sozusagen- rein geschmissen. So mag ich das, kein großes Gelaber und fünfmal ums Dorf laufen, wenn man doch nur 50 Meter weiter geradeaus zur Dorflinde aufm Anger will…Catherine ist es speiübel, soeben hat sie den Roman, der ihre Vergangenheit ans Licht zerrt und ihr einen gewaltsamen Tod prophezeit, fertig gelesen. Und bereits im nächsten Kapitel kommt Stephen Brickstone, der Verfasser des Romans, zu Wort. Alles, was aus Stephens Sicht erzählt wird, passiert in der auktorialen Ich-Form, alles Andere (die Kapitel, die sich mit Catherine befassen) aus der personalen Erzählperspektive. Dieser Wechsel bringt eine besondere Dynamik in die Handlung. Am Anfang ist man hin- und hergerissen, ob man seine Sympathiepunkte nun dem einen oder anderen Protagonisten geben mag…

    Renée Knight spielt gekonnt mit dem Leser, der versucht, sich aus Bruchstücken, Andeutungen und Hinweisen ein eigenes Bild über Catherines Vergangenheit und dem Geheimnis, um dessentwillen Stephen das Buch schrieb, zu machen und dabei gnadenlos auf`s Glatteis geführt wird. Warum wünscht Stephen ihr den Tod? Was genau hat Catherine in ihrer Vergangenheit getan und warum hat sie es vertuscht? Ist sie wirklich so ein Miststück? Diese drängenden Fragen beschäftigen den Leser unter steigender Spannung bis weit über die Mitte des Romans und dann…

    Ich mag bei 5 Sterne Romanen immer nicht so gerne spoilern, man sollte diese Romane selber erforschen. Die Redewendung „nichts ist, wie es scheint“, die oftmals für Bücher, in denen es hauptsächlich um den Plot geht, verwendet wird, hat seltsamerweise auch hier ihre Berechtigung, wenn auch nicht in Bezug zum Plot. Sondern eher auf eine nachdenkliche Art: was genau nehmen wir wahr, sehen wir Dinge immer nur, wie wir sie sehen WOLLEN oder lassen wir zu, daß sie auch ganz anders sein können, als wir sie sehen? Diese Fragen müssen sich auch ALLE Beteiligten des Romans stellen, nicht nur die Protagonisten. Besonders bewegend ist dieses Thema in Bezug auf Catherines Mann, denn sein Verhalten läßt Catherine am Ende des Romans eine Entscheidung treffen, die ich gut verstehe. Auch der Leser selber beginnt sich zu hinterfragen, das Buch läßt eine gewisse Nachdenklichkeit am Ende zurück. Ich habe zum Beispiel noch lange nach dem Ende über Catherines Mann gegrübelt.

    Die eigentliche Handlung ist durchaus realitätsnah, sowohl in Vergangenheit als auch in der Gegenwart…wobei natürlich Stephen mit dem Schreiben des Buches schon ein wenig außerhalb der Kategorie „normal“ residiert und auch insgesamt reichlich freaky ist. Ansonsten passiert aber nichts, was nicht vorstellbar wäre.

    Last but not least: etwas an der „Miststücksache“ an sich stört mich, das ist schwierig zu erklären, ohne zu spoilern. Für mich ist die „Miststücksache“ rein menschlich gesehen etwas, was überhaupt nichts mit der Tatsache zu tun hat, weswegen Stephen den Roman schreibt. Stephen bringt da 2 Sachen zusammen, die ich persönlich im Kopf und auch gefühlt nicht zusammen bringen kann, aber ich denke, eine Menge Menschen würden es wie Stephen sehen können und weil das auch nur für extrem spitzfindige Leute wichtig ist (Kommentare dazu gerne willkommen) und der Geschichte an sich überhaupt keinen Abbruch tut, bleibt es bei den 5 Sternen, für einen Debütroman ist das wirklich Klasse.

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 21. Aug 2015 

    Gut lesbar aber nur bedingt spannend

    Inhalt:
    Catherine liest ein Buch und erkennt sich und ihre Geschichte wieder. Doch sie hat keinem erzählt was vor zwanzig Jahren geschehen ist und sie weiß auch nicht wer es nieder geschrieben haben sollte. Doch der Verfasser dieses Buches weiß es und er will Rache für die Ereignisse von damals....

    Meine Meinung:
    Zuerst fällt auf das dieses Buch mit Psychologischer Spannungsroman betitelt wurde und anders könnte man es auch nicht wirklich beschreiben. Es erinnert ein wenig an die Romane von Charlotte Link. Eine Frau mit Vergangenheit hinter der die Leser nach und nach kommen sollen und etwas Unheilvolles was jederzeit über sie einbrechen kann.

    Leider ließ die Spannung etwas auf sich warten. Gleich zu Beginn lernt man alle Beteiligte kennen, auch den Verfasser des Buches. Das nimmt schon bisschen Spannung die zu Beginn aufgebaut wurde. Die Geschichte war für mich trotzdem fesselnd. Fing aber auch irgendwann an zu nerven. Meine Neugier wollte wissen was passiert ist vor zwanzig Jahren, was in diesem Buch steht von dem man als Leser nur sehr wenig zu lesen bekommt. Erst etwa ab der zweiten Hälfte kommt ein wenig Klarheit rein und diese bringt dann auch die Lesefreude zurück.

    Die Figuren bleiben mir fern. Ich weiß nicht woran es liegt, aber so wirkliche tiefe und Sympathie kann ich bei keiner Figur empfinden. Es wirkt alles so aufgesetzt, das da keine Emotionen rüber schwappen. Deswegen lässt sich auch wenig über die einzelnen Protagonisten schreiben.
    Catherine hat ein Geheimnis, das sie bereits seit 20 Jahren mit sich rum schleppt. Ihr Mann weiß nichts davon und als er es erfährt hat er mich in seiner Handlungsweise etwas enttäuscht. Der Sohn ist 25 und sticht nicht besonders hervor. Er hat bisher aus seinem leben nicht viel gemacht, hängt mit den falschen Leuten ab und konsumiert Drogen.
    Stephen der Verfasser des Buches wirkt irre, das würde auch sein handeln erklären.

    Am Ende bin ich über vieles in diesem Buch enttäuscht und kann manch eine Handlungsweise auch nicht nachvollziehen. Ich hatte eben was ganz anderes erwartet. Mehr von der Geschichte aus dem Buch, mehr Authentizität mit dem wie man normalerweise reagieren oder handeln würde. Die Auflösung war für mich dann irgendwie noch aufgesetzter und auch so das ich im Nachhinein die Reaktion von Catherine auf dieses Buch nicht verstand.

    Insgesamt war es ein Buch das mich schon interessierte aber mich irgendwie nicht abholte. Mir fehlte Spannung und mich störte das Ausgesetzte in der Geschichte. Ein wirklicher Pluspunkt war da das es sich leicht und flüssig lesen ließ.