Das Ritual des Wassers (Inspector Ayala ermittelt)

Rezensionen zu "Das Ritual des Wassers (Inspector Ayala ermittelt)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 09. Dez 2019 

    Historische Vorbilder

    Inspektor Ayala, genannt Kraken, ist wieder im Dienst oder soll man sagen auf dem besten Wege dazu? Ein neuer Mordfall beschäftigt die Kriminalpolizei in Vitoria. Der Fundort und die tat selber geben sehr viel Anlass zur Spekulation. Ein schwangere Frau nach einem keltoiberiaschen Ritual getötet, und Inspektor Ayala kennt die Tote, sie war aus seiner Clique und seine erste Freundin. In Rückblenden wird immer wieder das Jahr 1992 eingeblendet. Hier liegen scheinbar Ursachen für den Mord. Ein Photo einer weiteren Toten nach gleichem Ritual getötet, taucht auf. Auch sie war in dem ominösen Jahr 1992 ind Sommerfreizeit der Clique. Immer verworrener wird die Geschichte. Doch als dann auch noch Jota, ein weiteres Mitglied der Clique getötet wird, geht der Krimi in seine entscheidende Phase. Auch das Darknet spielt noch eine wichtige Rolle und kann Kraken allen Häckern trauen?
    Dieser Krimi von Eva Garcia Saenz ist mit vielen interessanten historischen Ereignissen gespickt. In diesem Bereich eines Teils des Baskenlandes benutzt die Autorin geschickt Vergangenheit und Gegenwart um eine tolle Mischung anzurühren. Die historischen Aspekt sind so Geheimnis umwoben, das sie doe Motive der Morde lange Zeit überdecken. Es hat sehr viel Spass gemacht diesen Roman zu lesen und der Spannungsbogen nimmt schnell sehr viel Fahrt auf. Tolles Buch!

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Dez 2019 

    Der dreifache Tod

    An einer historischen Kultstätte im Baskenland wird eine schwangere Frau tot aufgefunden. An den Füßen aufgehängt, den Kopf in einem keltischen Kessel voller Wasser. Inspector Unai Ayala, der Fallanalytiker der Polizei von Vitoria, ist zwar noch nach den ereignisreichen letzten Ermittlungen im Krankenstand, wird aber trotzdem zu dem Fall hinzugezogen. Es ist ein sehr persönlicher Fall, denn nicht nur war das Opfer, Annabel Lee, war vor vielen Jahren Ayalas fatale Jugendliebe, auch Alba, Ayalas Vorgesetzte und Geliebte, ist von ihm schwanger.
    Die baskische Autorin Eva Garcia Saenz lässt Unai Ayala mit dem prägnanten Spitznamen „Kraken“ nun zum zweiten Mal ermitteln und wieder ist es eine bizarre Mordserie, die Vitoria in Atem hält. Keltiberische Mythen und die eindrucksvolle Kulisse der baskischen Landschaft macht diesen Band wieder außergewöhnlich. Allerdings dominiert hier ein sehr persönlicher Strang die Handlung. In Rückblenden wird Unais Vergangenheit, die seiner Jungsclique aufgerollt, wie Unai mit vier Freunden auf einem archäologischen Ferienseminar auf Ana Belen, die sich später Annabel Lee nennt, trifft. Aber auch Unais private Gegenwart ist verzwickt. Seine Genesung nach einer Schussverletzung, seine Beziehung zu Alba, die Schwangerschaft, all das bekommt sehr viel dramatischen Raum. Der durchaus spannende Fall gerät dadurch bisweilen ins Hintertreffen. Mit ein paar geschickten Wendungen schafft die Autorin dann doch zum Schluss mich zu überzeugen., zwar nicht restlos, wie beim ersten Fall, aber doch.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 18. Nov 2019 

    Harter Tobak

    Inspector Ayala, genannt "Kraken", hat gerade erst seinen letzten Fall hinter sich gelassen und erholt sich von den Folgen einer schwerwiegenden Schussverletzung. Noch hat er sein Sprachvermögen nicht wiedererlangt und auch sein Privatleben ist alles andere als unkompliziert. Als er jedoch während seiner Genesung die Nachricht erhält, dass seine erste Liebe auf grausame Weise getötet wurde, kehrt er verfrüht in den Polizeidienst zurück.

    Wie schon der erste Band, so hat auch Band zwei einen historischen Hintergrund - in diesem Fall die Kelten und ihre kultischen Wasserrituale. Erzählt wird erneut auf zwei Zeitebenen: der Gegenwart, in der sich der Mord an der Comiczeichnerin Annabel Lee ereignet und dem Jahr 1992, in dem Kraken und seine Clique an einem archäologischen Sommercamp teilnehmen. Nach und nach werden beide Handlungsstränge zusammengeführt, bis sich ein schreckliches Gesamtbild ergibt.

    Die Geschichte setzt direkt nach Band eins an und ist ein echter Pageturner, der einem nicht nur aufgrund der Spannung schlaflose Nächte bereitet. Wo "Die Stille des Todes" bereits düster und erschreckend war, steigert sich "Das Ritual des Wassers" sogar noch. Die Thematik ist grausam, verstörend und wirklich harter Tobak - auch wenn viele Szenen vorher ausgeblendet oder nur vermittelt berichtet werden.

    Neben Chefin Alba und Kollegin Esti tauchen in diesem Band zwei neue Figuren auf: IT-Spezialistin Milán Martínez und Sportass Manu Peña. Die beiden bringen frischen Wind, andere Methoden und eine neue Dynamik ins Team und fügen sich gut in Geschichte ein. Aber auch absolute Lieblingscharaktere wie Ayalas Großvater und Bruder sind wieder mit von der Partie - die Figuren sind definitiv ein Plus dieser Reihe.

    Obwohl ich das Buch quasi verschlungen habe, gibt es doch eine Sache, die mich gestört hat: das ständige Hin und Her um Krakens Privatleben und seine erneute Verwicklung in den Fall. Ich hoffe inständig, dass die Autorin dem armen Inspector in den nächsten Bänden zumindest privat etwas Ruhe gönnt - die ständigen Bedrohungen seiner Liebsten durch seine Arbeit werden sonst irgendwann auch unglaubwürdig und vorhersehbar.

    Fazit: ein psychologisch harter, aber grandioser Thriller mit zu viel privaten Verwicklungen