Das Lied der Dunkelheit: Roman (Demon Zyklus, Band 1)

Rezensionen zu "Das Lied der Dunkelheit: Roman (Demon Zyklus, Band 1)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 21. Jul 2015 

    Absolut überzeugender Fantasy-Auftakt

    Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist der Auftaktroman einer fantastischen Literaturreihe, die zusammengefasst dem sogenannten Demon Zyklus zugeordnet ist, welcher mit dem neusten Roman, der im Herbst 2015 erscheint, vier Romane umfassen wird. Im Mittelpunkt dieses Auftaktromans stehen dabei drei sehr unterschiedliche Charaktere, welche man von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter hin begleitet und dabei mit Spannung ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Entscheidungen verfolgt. Diese drei Protagonisten sind der junge Arlen aus der Ortschaft Tibbets Bach, welcher den Weg eines Bannzeichners und Kuriers einschlägt, Leesha, die im Tal der Holzfäller eine Lehre zur Kräutersammlerin absolviert sowie Rojer, der im Ort Flussbrücke aufwächst und später zum Jongleur heranwächst. Alle Charaktere sind grundverschieden und wachsen weit voneinander auf doch ein gemeinsamer Feind eint sie bzw. sorgt für eine große Gemeinsamkeit. Dies sind die Dämonen bzw. besser bekannt als Horclinge, die die ganze in diesem Buch beschriebene Welt tyrannisieren. Dabei erleiden die drei Protagonisten herbe Verluste, wodurch sie sich letztendlich den für sie besten Weg einschlagen, um der Menschheit zu helfen und die Horclinge zu bekämpfen. Eine mitreißende Handlung, eine tolle Entwicklung und ein packender Kampf steht bevor, der alles verändern soll.

    Peter V. Brett gelingt es mit Das Lied der Dunkelheit, mich gleich von Beginn an in die Geschichte zu ziehen und nicht wieder loszulassen. Von der ersten bis zur letzten Seite (immerhin 800 Seiten ist der Auftakt stark!) ist dieses Buch über alle Maßen mitreißend, unterhaltsam und überzeugend. Peter V. Brett erzählt dabei die Geschichte aus drei unterschiedlichen Erzählperspektiven, nämlich aus den Perspektiven der drei Protagonisten Arlen, Leesha und Rojer. Dabei wird nicht zwischen den einzelnen Kapiteln von einem Handlungsort zum nächsten gesprungen sondern man erlebt die Geschehnisse eines Charakters über viele unterhaltsame Seiten und Passagen hinweg ehe man zum nächsten Charakter springt. So kann man sich ganz auf einen Charakter konzentrieren bevor man zum nächsten übergeht. Tolle Herangehensweise die mir hervorragend gefallen hat. Dabei ist jeder der gezeichneten Charaktere absolut greifbar. Man lernt die Personen als einzigartige, starke Charaktere kennen, die sich zwar voneinander unterscheiden aber alle auf ihre Art eine ganz eigene Stärke entwickeln. Der mitreißende Erzählstil, viele überraschende Wendungen und geschickt platzierte Cliffhanger an den Kapitelenden sowie eine ununterbrochen hohe Spannung sorgen dafür, dass man diesen Auftaktroman gar nicht mehr aus der Hand legen mag und diese 800 Seiten sehr kurzweilig bleiben und man grandios unterhalten wird. Ich bin komplett in diese Welt verliebt und ich kann es einfach nicht mehr erwarten, die weiteren Romane zu verschlingen. Das einzige Manko ist, dass ich das Buch, dass bereits 2009 erschienen ist erst jetzt für mich entdeckt habe. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für jeden High-Fantasy Fan. Wer die Geschichte noch nicht kennt muss zugreifen!

    Fazit zu Das Lied der Dunkelheit
    Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist ein absolut fantastischer Auftakt einer sehr vielversprechenden Reihe. Tolle Charaktere, packende Story und mitreißender Erzählstil. Hier passt einfach alles.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 12. Apr 2014 

    gelungene und interessante Geschichte

    "Das Lied der Dunkelheit" von Peter V. Brett ist der der Einstieg zur Geschichte im Lesha, Arlen und Rojer.
    Bei Nacht kommen die verschiedenen Dämonen heraus und greifen Menschen, Tiere und alles an, was sie zerstören können. Der einzig wirksame Schutz vor ihnen ist eine Verbindung verschiedenster Siegelzeichen. Arlen verliert bei einem solchen Angriff seine Mutter. Von da an möchte er die Dämonen bekämpfen und ein Kurier werden. Er flieht von zu Hause und wird von einem Kurier unterstützt und aufgezogen. Doch bevor er Kurier werden kann, muss er ein Siegelzeichner werden.
    Lesha leidet unter ihrer Mutter. Diese hat sie auch mit dem Sprössling ihres Liebhabers verlobt. Doch als dieser, behauptet Lesha die Ehre genommen zu haben, begibt sich Lesha in die Lehre der Kräutersammlerin Brusna.
    Rojer verliert in jungen Jahren Mutter, Vater und zwei Finger bei einem Angriff der Dämonen. Er wird von da an von einem Jongleur aufgezogen.

    Es wird reihum von allen 3 Charakteren erzählt, am meisten von Arlen. Ab und an bekommt man auch Teile aus den Augen einiger Nebenrollen mit, wenn wichtige Ereignisse stattfinden, die die 3 Hauptcharaktere nicht direkt mitbekommen. Durch die Erzählstrucktur bekommt man viel von den Charakteren mit, was sie prägt, ihre Einstellungen, Ängste, Träume, Wünsche und Beweggründe. Die Charaktere entwickeln eine Tiefe im Verlauf des Buches. Man lernt sie in ihrer Kindheit kennen, bekommt ihre Ausbildung mit, ihr heranwachsen, so als wenn man sie selber beobachtet hätte.
    Die Spannung wird durch einige Faktoren aufgebaut und gehalten. Zunächst möchte man mehr über die Dämonen und die Siegel erfahren. Da trifft es sich gut, dass ein Jongleur Geschichten aus der Vergangenheit erzählt, denn aus diesen erfährt man einiges. Arlens Suche nach neuen Siegeln und seinen Drang die Dämonen zu besiegen sorgen weiter für Spannung. Auch Lesha und ihre Ausbildung tragen dazu bei die Dämonen, meisten die Folgen ihrer Angriffe, zu bekämpfen. Die Spannung steigt, auch wenn es größten Teils etwas mehr Aktion haben könnte, und gipfelt sie gekonnt am Ende.
    Das Ganze ist auch mit etwas Witz geschrieben, so dass das Lachen nicht zu kurz kommt.
    Nicht nur die Charaktere haben eine Tiefe, sondern auch die Welt in der die Geschichte spielt. Es existiert eine lange Vorgeschichte, die die Welt so wie sie jetzt ist geprägt hat und das merkt man auch.
    Das Cover zeigt einen einsamen Reisenden. Dies passt in vielerlei Hinsicht zu dem Buch. Augenscheinlich handelt es sich um Arlen der durch die Welt zieht. Doch auch Rojer und Lesha sind Einzelgänger und -kämpfer.
    Auch die Siegelzeichen zwischen den einzelnen Abschnitten in einem Kapitel passen super zum ganzen Buch.

    Als ich in der Bücherei vor diesem Buch stand, hat mich das Cover und dann der Klappentext angesprochen. Das ein oder andere Mal habe ich herzlich gelacht, gerade bei Lesha. Die Zeichen und Leshas Ausbildungen haben mir am meisten gefallen, ich finde so was einfach interessant. Es hat super viel Spaß und Freude gemacht das Buch zu lesen, es hat mich zwar nicht so gefesselt wie manch andere Bücher. Dies macht es durch seine enorme Tiefe aber wieder wett.
    Deswegen verteile ich 5 von 5 Wölfen.