Das Licht der magischen Steine (Die sechs magischen Steine)

Rezensionen zu "Das Licht der magischen Steine (Die sechs magischen Steine)"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 03. Dez 2019 

    Wunderbar und äußerst spannend!

    „Ich glaube, jeder kann ein wenig zaubern, wenn er daran glaubt. Die ganze Welt ist von Zauber durchdrungen und ein magischer Ort. Aus einer unergründlichen und geheimnisvollen Kraft ist sie entstanden und mit ihr die vielfältigen Wunder, die uns umgeben.“ (S. 161)

    Vor zwei Jahren bin ich auf die Autorin Daniela Böhm aufmerksam geworden, die mir seinerzeit mit ihrer Fabel „Auf der Suche nach dem verschwundenen Stern“ ein wenig Licht in eine schwierige Phase meines Lebens gebracht hat. Seitdem freue ich mich über jede neue Veröffentlichung von ihr. Besonders gefreut habe ich mich, als ich gesehen habe, dass es eine Fortsetzung ihres Romans „Die sechs magischen Steine“ gibt, in dem sich mehrere Tiere aufmachen, die Welt zu einem besseren sowie liebens- und lebenswerteren Ort zu machen.

    Besagte Fortsetzung hört nun auf den Titel „Das Licht der magischen Steine“ und setzt an, wo der 1. Roman aufhört. Die Tiere (Adler, Ratte, Wolf, Eule, Wasserschwein) haben die sechs magischen Steine vereint und den Kampf gegen die Schattendrachen (vermeintlich) gewonnen. Doch wie im realen Leben bricht die dunkle Seite sich immer wieder Bahn – so auch im vorliegenden Buch, in dem die Tiere und die Leser*innen Zeuge von Wundern werden, die zu schön sind um wahr zu werden. Doch wie schreibt Daniela Böhm bereits am Anfang „Für die Träumer Für die Erde Für die Tiere“ und „Alle Dinge geschehen zu ihrer Zeit.“ Diese Message steht als Synonym dafür, dass wir die Hoffnung nicht aufgeben sollen, unseren Planeten (und mit ihm ALLES was auf ihm kreucht, fleucht, krabbelt, fliegt, wächst usw.) trotz der großflächig vorhandenen (mutwilligen) Umweltzerstörung zu einem Ort des (vielfältigen) Lebens zu machen. Dazu gehört auch, dass wir aufhören, Tiere als „Versuchskaninchen“ zu missbrauchen, zu quälen und sinnlos zu töten, nur damit wir am Ende des Tages sagen können „Mein Haus, mein Garten, mein Hirschgeweih“…

    Die Story entwickelt nach einer kurzen Eingewöhnungsphase (zum Glück gibt es am Anfang des Romans eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse im ersten Teil sowie eine Liste der im Buch vorhandenen (Haupt-)Charaktere) einen stetig wachsenden Sog (quasi parallel mit dem Spannungsbogen), dem man sich als Leser*in nicht mehr entziehen kann und so am Ende fragend feststellt „Das Ende ist so offen – fehlt da nicht was?“ Richtig: eine Fortsetzung *g*. Die kommt lt. Autorin auch zu einem späteren Zeitpunkt :-).

    Ich freu mich jetzt schon drauf! Bis dahin kann ich allen „Über den Tellerrand“- und Fabelleser*innen nur eine wärmste Leseempfehlung geben.

    5*
    ©kingofmusic