Das Leben ist ein Fest: Ein Frida-Kahlo-Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Leben ist ein Fest: Ein Frida-Kahlo-Roman' von Claire Berest
4.65
4.7 von 5 (3 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Leben ist ein Fest: Ein Frida-Kahlo-Roman"

Frida spricht nicht, sie brüllt, sie flucht wie ein Bierkutscher, demonstriert mit den Kommunisten auf den Straßen von Mexiko-Stadt, trinkt literweise Tequila, feiert unzählige Feste – und das alles mit einem von Schmerzen gepeinigten und geschundenen Körper. Und sie malt, revolutioniert mit ihren Selbstporträts die Kunst ihrer Zeit, man sieht ihre Werke in den Galerien von New York und Paris. Frida will kein Leben ohne Sturm. Und sie kann sich kein Leben ohne Diego Rivera vorstellen, den großen mexikanischen Maler, auch wenn die beiden – »der Elefant und die Taube« – ebenso wenig getrennt wie gemeinsam leben können …

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:221
Verlag:
EAN:9783458179016

Rezensionen zu "Das Leben ist ein Fest: Ein Frida-Kahlo-Roman"

  1. Viva la Vida!

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 14. Jun 2021 

    Das Leben ist ein Fest! Denn genau das ist es, dieses unser Leben im Hier und Jetzt, denn dieses Leben ist zeitlich begrenzt und ebenso voller unschöner Dinge. Gerade wegen der Begrenztheit und wegen dem Negativen sollte dieses Leben voller Inbrunst und voller Freude gefeiert werden!!!

    Und dies ist etwas, was Frida Kahlo wusste, eine von mir als Person verehrte und wegen ihrer Kunst und persönlichen Stärke bewunderte Künstlerin und Frau. Und gerade diese Frau weiß Claire Berest perfekt in Worte zu fassen. Ebenso wie Salma Hayek ihr in dem Film "Frida" Leben einhauchte. Fridas Art und Fridas Wesen taucht in den Zeilen von "Das Leben ist ein Fest" voller Lebendigkeit und Stärke auf. Genauso stelle ich sie mir vor! Ihr Leben wird skizziert und ihre Bilder werden in dieses einbezogen, genau wie die obsessive Beziehung zu Diego Rivera Gestalt bekommt und man dieses Obsessive wahrnimmt. Dieses Obsessive/diese Amour fou begreifen lernt. Besser noch als im Film "Frida". Denn dieser ließ in mir eine gewisse Abscheu vor dem Handeln des Diego Rivera aufkommen. Nicht falsch verstehen, ich werde ihn nie mögen. Meine Zuneigung bekommt natürlich Frida! Aber in dem Buch wird diese Kraft in der Beziehung deutlich, das Beteiligtsein beider Partner, im Schlechten, wie auch im Guten. Denn an den Fotos von Diego Rivera kann man dieses Obsessive nicht begreifen, eine Schönheit kann man ihn nicht nennen, dieser Mann war mehr aber deutlich mehr als diese Bilder zeigen.

    Dabei ist diese Beschreibung des Lebens der Frida Kahlo nicht vollständig und auch nicht vollkommen chronologisch perfekt. Es geht eher um besondere Stationen ihres Lebens und die Bedeutung dieser Stationen für Fridas Leben. Wer mehr über diese außergewöhnliche und wundervolle Frau wissen möchte, sollte zu weiteren Büchern über diese unsere Frida greifen!

    "Das Leben ist ein Fest" ist ein wunderbares Buch, eben auch ein Fest und für Kenner und Bewunderer der Kahlo ein MUSS! Love it! Und auch ein Kandidat für renee's Best 2021!

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  1. Wenn Schmerz zu Leidenschaft führt...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Jun 2021 

    Als Fan von Frida Kahlo kam ich an diesem Buch definitiv nicht vorbei. Das musste gelesen werden und es hat mich nahezu verzaubert.

    Der Roman beleuchtet die Zeit von 1928 bis zu ihrem Tod 1954 und wir begleiten das Ehepaar Rivera in Mexiko, Amerika und Paris.

    Das Besondere an dem Buch ist ganz klar die Sprachgewalt. Die Beschreibungen sind enorm bildhaft und insensiv. Fast fühlt man sich beim Lesen als würde ein Schleicher aus Worten einen als Leser umhüllen.

    Gut gefallen hat mir, dass viele ihrer Bilder näher beleuchtet und beschrieben werden, was aber verständlicher ist für all jene Leser, die ihre Kunstwerke auch kennen und nicht erst nachsehen müssen, welches gemeint ist.

    Bedrückt haben mich die Eheprobleme und der andauernde Schmerz, dem Frida ausgesetzt war. Das wird so intensiv beschrieben, dass man bald selbst glaubt betroffen zu sein.

    Während der Roman immens stark gestartet war und ich dachte, dass dies auf jeden Fall ein Lesehighlight werden würde, waren die letzten hundert Seiten doch um einiges schwächer, was aber die enorme Sogwirkung des Romans bei mir nicht zerstören konnte.

    Obwohl ich bereits sehr viel über diese Ausnahmekünsterlin weiß, so habe ich hier dennoch Neues erfahren und sie viel intensiver wahrnehmen dürfen als in anderen Geschichten.

    Fazit: Ein Künstlerinnenroman, den man gelesen haben sollte. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.

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  1. Ein literarisches und farbenprächtiges Kunstwerk für Frida Kahlo

    bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Mai 2021 

    !ein Lesehighlight 2021!

    Klappentext:

    „Frida spricht nicht, sie brüllt, sie flucht wie ein Bierkutscher, demonstriert mit den Kommunisten auf den Straßen von Mexiko-Stadt, trinkt literweise Tequila, feiert unzählige Feste – und das alles mit einem von Schmerzen gepeinigten und geschundenen Körper. Und sie malt, revolutioniert mit ihren Selbstporträts die Kunst ihrer Zeit, man sieht ihre Werke in den Galerien von New York und Paris. Frida will kein Leben ohne Sturm. Und sie kann sich kein Leben ohne Diego Rivera vorstellen, den großen mexikanischen Maler, auch wenn die beiden – »der Elefant und die Taube« – ebenso wenig getrennt wie gemeinsam leben können …“

    Autorin Claire Berest hat hier für die Leserschaft ein Meisterwerk, ja fast schon eine Explosion an Farben für die Leser gezaubert. Ihre Worte sind laut wenn sie es sein müssen, leise wenn man es vermutet, bunt und knallig wenn es Frida danach ist, treffsicher, ohne sich dabei zu vermalen. Sie zeichnet hier eine Frida Kahlo nach, die perfekt und exakt getroffen ist - ohne Ausrutscher. Ihr Ton ist wunderbar! Wobei hier auch angemerkt werden sollte, das die deutsche Übersetzung ein echtes Sahnestück ist! Ihre kurzen Kapitel beschriftet sie mit Farben, die hier und da auch direkt in den Geschichten wieder vorkommen - ein optischer Reiz sozusagen. Alles steht im Zeichen der Farben! Aber eines ist ganz klar: hier wird Frida Kahlos Geschichte niedergeschrieben, wie es noch keiner gemacht hat - klar, rein, authentisch und voller Euphorie. Berest lässt die Bilder Kahlos vor dem Auge wieder aufleben. Wir erleben Frida in ihrer ersten Verliebtheit bis hin zu ihrem Abschied aus dem Leben. Alles wirkt so herrlich leicht, kurz und dennoch voller Kraft und Energie. Berest vermag es mit wenigen Worten, teilweise Aufzählungen immer genau den Ton von Frida zu treffen und sie wahrlich gedanklich wieder zum Leben zu erwecken. Da ich bereits viele Biografien von ihr gelesen habe, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dieses Buch hier, ist etwas ganz besonderes! Eine Farbexplosion, ein ganz großes, buntes Bild aus Farben und Gefühlen. Frida Kahlo bekommt hier eine große Plattform und ihr Leben wird sauber wiedergegeben. Die Mischung aus Roman und Biografie hier ist eine neue Form. Die Geschichten werden kurz erzählt, teilweise wird in die Zukunft geblickt, teilweise Rückblicke vorgenommen. Dennoch wirkt alles harmonisch, man kann den Teilen sehr gut folgen, aber an sich muss ich anmerken, dieses Buch eher für die Kenner der Künstlerin geeignet. Wer sich zum ersten Mal mit ihr auseinandersetzt, wird hier vielleicht überfordert sein oder verwundert über ihre Handlungen, Taten, Gedanken, ja sogar ihren ruppigen Ton. Man sollte sich mal mit Kahlos Geschichte befasst haben, um ihre Kunst zu verstehen. Kahlos Kunstwerke sind kontrovers wie sie selbst, aber ein Spiegel ihrer Seele.

    Das hier ist ebenfalls ein Kunstwerk in Form von Worten, Gedanken, Erzählungen. Ein Kunstwerk für Frida Kahlo! Ich bin restlos begeistert und vergebe 5 von 5 Sterne, wobei diese Geschichte mehr verdient hätte!

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