Das Küstengrab: Kriminalroman

Rezensionen zu "Das Küstengrab: Kriminalroman"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 12. Okt 2016 

    Eine verhängnisvolle Vergangenheit holt sie ein

    Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine verhängnisvolle Vergangenheit, die sie einholt. (Buchrückseite)
    Nach über 23 Jahren kehrt Lea aus Argentinien in ihr Heimatdorf Kaltenhusen auf der Insel Poel zurück. Doch leider endet dieser Besuch mit einem furchtbaren Autounfall, bei dem Lea´s Schwester Sabina ums Leben kommt und sie ihr Gedächtnis verliert. Von nun an versucht Lea alles daranzusetzen die Zeit vor dem Unfall herauszufinden. Den sie weiß auch nicht warum sie nach so vielen Jahren wieder nach Poel gekommen ist, den eigentlich wollte sie nie wieder dort zurückkehren. So fragt sie bei ihrer ehemaligen Clique nach, die sie mit offenen Armen aufnehmen und ihr zu helfen versuchen. Doch immer mehr Ungereimtheiten tauchen auf und Lea beginnt zu zweifeln, ob sie ihren Freunden wirklich trauen kann. Irgendetwas versuchen sie vor ihr zu verbergen. Was ist wirklich im Mai passiert und wie kam es zu dem Unfall? Und was ist aus ihrer Jugendliebe Julian geworden, warum ist er verschwunden?

    Meine Meinung:
    Auch in diesem Buch von Eric Berg ist die Handlung wieder in Kapitel und zwei Zeitstränge eingeteilt. Wir erleben die Lea im heute und damals bevor sie der Insel den Rücken gekehrt hat. Eric Berg ist ein Krimiautor der eher die leiseren Krimis schreibt, leider bleibt jedoch dann aber oft die Spannung auf der Strecke. Und so wirkte dieses Buch für mich eher wie ein Roman. Zwar hat der Autor einen sehr guten Schreibstil bei dem man sich bildhaft die Landschaft Poels vorstellen kann, das ist aber nicht alles was einen Krimi ausmacht. Auch die verschiedenen Charaktere der Personen, den Mauerfall hat er wieder toll beschrieben und trotzdem hat mir "Die Schattenbucht" besser gefallen. Wie auch schon in Schattenbucht, kommt hier der Humor ebenfalls ab und an vor. Das Cover ist sehr einladend, bunt, Küstenlandschaft halt und man bekommt die absolute Urlaubsstimmung. Der im Taunus geborene Autor scheint insgesamt eine Liebe zur Küste zu haben. Wäre die Spannung etwas größer gewesen, hätte der Krimi mich mehr gefesselt, so gebe ich ihm nur 3 von 5 Sterne

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 20. Okt 2014 

    Großartige Geschichte mit brisantem Ende

    Inhalt:
    Lea ist nach 23 zum ersten Mal wieder in ihrem Heimatdorf als sie mit ihrer Schwester einen schweren Unfall hat.
    vier Monate später wird sie aus der Klinik entlassen. Übrig geblieben sind Narben und eine Amnesie. Gegen den Rat ihrer Ärztin fährt sie wieder in ihren Heimatort nach Poel um herauszufinden was beim letzten Mal geschehen ist, doch die Aussagen ihrer alten Freunde sind widersprüchlich und so weiß sie irgendwann nicht mehr wem sie noch glauben kann.

    Meine Meinung:
    Das Nebelhaus war ein Buch das ich sehr mochte und natürlich wollte ich den nächsten Krimi von Eric Berg ebenfalls wieder lesen.

    Es war als ob ich gerade erst etwas von Eric Berg gelesen hätte. Der Schreibstil war vertraut und flüssig und auch die Geschichte ließ sich flüssig lesen. Wer hier allerdings Spannung von der ersten Seite an erwartet ist verkehrt. Das Küstengrab ist ein Krimi mit viel Geschichte.
    Es ist viel passiert bis man zu dem kommt was wichtig ist, was aber nicht heißen soll das es langatmig war oder gar langweilig. Es passte alles genauso und hätte auch nicht schneller erzählt werden sollen. Spannung bekommt man Häppchenweise nie zu viel aber auch nicht zu wenig.

    Als Leser ist man der Protagonistin immer ein Stück voraus, denn der Leser erlebt auch die Sachen die vor vier Monaten geschahen, eine Zeit die Lea vollkommen verloren gegangen ist. In der Gegenwart liest man von ihrem Bestreben Licht ins dunkle zu bringen und raus zu finden was wirklich geschehen ist. Sich darauf verlassend das ihre alten Freunde die Wahrheit sagen.

    Lea kann einem schon leid tun, sie weiß nur noch Bruchstücke aus ihrem alten Leben und erkennt sich dort selbst nicht mehr. Sie muss ziemlich abgehoben gewesen sein, aber das hat sich geändert. Lea weiß was ihr wichtig ist und ist da sehr zielstrebig. Vor vier Monaten wird sie begleitet von Sabina ihrer Schwester.
    Diese ist eher das Gegenteil von Lea. Ziemlich robust und gerade heraus. Sie fühlt sich oft benachteiligt und wirkt verbittert. Sie kann aber irgendwie nicht aus ihrer Haut.
    Andere Figuren gibt es viele. Der schrullige Harry, ein Loosertyp, der dieses gar nicht verdient hat. Die verbitterte Margarethe, der ziemlich kaputte Mike, der denkt mit Geld kann man alles regeln. Die zurückhaltende Jacqueline und Pierre: früher schüchtern heute Stütze für Lea und Edith, die Mutter von Margarethe und Harry und auch eine Person bei der sich früher oft getroffen wurde.
    Das ist die Clique und man merkt das da irgend etwas nicht stimmt. Allerdings muss ich hier gestehen das ich durch die vielen Namen im selben Alter zeitweise meine Probleme hatte sie zuzuordnen.

    Erst gegen Ende blickt man langsam hinter dieses Dickicht aus Lügen und Hinterhältigkeiten. Mich hat das Ende vollkommen überrascht und auch das es noch eine Kleinigkeit gab die bis zum Schluss unter Verschluss blieb.

    Mein Fazit: Eine interessante Geschichte die mich ein wenig an die Bücher von Charlotte Link erinnert. Eine großartige Freundschaft mit brisantem Ende.