Das Haus hinter den Magnolienblüten

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus hinter den Magnolienblüten' von Pam Hillman
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5 von 5 (1 Bewertungen)

Ende des 18. Jahrhunderts: Die drei irischen Schwestern Kiera, Amelia und Megan werden nach dem Tod ihrer Eltern nach Amerika geschickt. Was Kiera nicht ahnt: Statt eines liebevollen Ehemanns erwartet sie dort der skrupellose Besitzer eines Freudenhauses, der ganz andere Pläne mit den dreien verfolgt … Schon auf der Überfahrt lernt Kiera den jungen und gut aussehenden Quinn O'Shea kennen. Als er nach der Ankunft mitbekommt, was mit den drei jungen Damen geschehen soll, startet er mit zwei anderen Herren eine waghalsige Rettungsaktion, "entführt" sie aus dem Freudenhaus und nimmt sie kurzerhand mit auf die Plantage seines Bruders Connor.
Während Quinn dort als Schmied aushilft und Kiera Kost und Logis für Reisende anbietet, knüpfen die beiden ein zartes Liebesband. Doch der Mädchenhändler hat den Raub seines "Besitzes" nicht vergessen und setzt alles daran, die Schwestern wiederzufinden. Werden sie ewig in Gefahr schweben – oder kann Kiera auf eine gemeinsame Zukunft mit Quinn hoffen?

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:368
EAN:

Rezensionen zu "Das Haus hinter den Magnolienblüten"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 01. Mär 2019 

    Niemand sollte einen Menschen besitzen den er nicht liebt

    "Welcher Reichtum ist größer als der des Bedürfnislosen? Welche Macht ist großer als die des Unabhängigen?" (Francesco Petrarca)
    Natchez 1792: Die irischen Geschwister Kiera, Amelia und Megan Young werden nach dem Tod ihrer Eltern nach Amerika geschickt. Dort hat ihr Schwager Georg und ihre Halbschwester Charlotte eine Hochzeit zwischen Kiera und Pierre Le Bonne arrangiert. Nichtsahnend, das diese Ehe nur fingiert ist und Georg dadurch seine Schulden gegenüber Pierre Le Bonne bezahlt hatte. Das Le Bonne in Wahrheit ein skrupelloser Mensch und ein Bordellbesitzer ist, erfahren sie erst als sie vor Ort sind. Zum Glück haben sich Kiera und der gutaussehende Ire Quinn O ' Shea auf der Überfahrt kennengelernt, den sie verbindet ein ähnliches Schicksal. Als er mitbekommt, was man den drei Schwestern angetan hatte, versucht er mit zwei anderen Herren zusammen die Geschwister Young aus den Fängen Le Bonnes zu befreien. Gemeinsam brechen sie auf nach Breeze Hill zur Plantage ihres Bruders Connor, der jedoch weniger erfreut ist, als er von den Geschwistern erfährt. Schnell bringt sich Quinn als Schmied ein und Kiera versorgt Durchreisende mit Kost und einer Unterkunft. Dabei kommen sich die beiden immer näher und eine erste Liebe entfacht zwischen ihnen. Doch Le Bonne hat die Geschwister nicht vergessen, er setzt alles daran, um seinen Besitz wiederzubekommen.

    Meine Meinung:
    Ein bezauberndes Cover mit einem Haus, einer jungen Frau und davor den Blüten eines Magnolienbaums passten wunderbar zum Inhalt. Der Klappentext hatte mich wahrlich neugierig gemacht auf dieses Buch. Eindrucksvoll wurde ich von der Autorin in eine Zeit mit Sklaverei, Menschenhandel und den Gegebenheiten dieser damaligen Zeit hineinversetzt. Der schöne, unterhaltsame Schreibstil hatte mich förmlich in die Geschichte hineingezogen und so konnte ich das Buch kaum mehr weglegen. Schon alleine der abenteuerliche, spannende Inhalt gepaart mit der zarten Liebe die sich zwischen Quinn und Kiera nur sehr langsam entwickelten, macht dieses Buch für mich zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. Ich erfuhr unter anderem von der Unmenschlichkeit des damaligen Menschenhandels oder wie sich teilweise junge Menschen für ihre Geschwister aufopfern mussten. Gleichzeitig erlebe ich die Warmherzigkeit von Connors Frau Isabella und dem jungen Iren Quinn. Wie sie den Geschwistern Young problemlos ein neues Zuhause anboten. Die Protagonisten waren allesamt sehr gut durchdacht, dadurch wurden mir die meisten sofort sympathisch. Besonders Quinn mit seiner warmherzigen, aufopfernden und einfühlsamen Art oder die durchsetzungsstark, ehrliche und fleißig Kiera konnten mich wahrlich überzeugen. Ebenso wie die liebevolle Isabella und der etwas harte, unnahbare Connor der jedoch im Inneren einen weichen Kern hatte. Angsteinflößend war dagegen, war Pierre Le Bonne der in Natchez für Angst und Schrecken sorgte und dem anscheinend niemand seine Grenzen aufzeigen konnte. So wurde diese Geschichte im Verlauf des Lesens immer abenteuerlicher. Doch trotz Spannung, Abenteuer und einer einfühlsamen Liebe nahm auch der christliche Glaube des Einzelnen eine große Rolle ein. Für mich eines der besten Bücher die mich ein wenig sogar an Lucienda Rileys Schreibstil erinnerte. Als Nächstes freue ich mich auf Connors Lebensgeschichte, gebe für dieses Buch 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.