Das Haus der Mädchen

Rezensionen zu "Das Haus der Mädchen"

  1. bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 19. Mär 2019 

    Billiger Frauenmörder Trash

    Hamburg ist ein gefährliches Pflaster. Ein Kastenwagen, ein blutiger Handabdruck. Der Krankenpfleger Oliver beobachtet, was er hätte nicht sehen sollen. Das kostet ihn das Leben. Der obdachlose Freddy wird wiederum Zeuge dieses Mordes und ist seither auf der Flucht.
    In einem Kellerverlies kämpft Jana ums Überleben. „Nur wer schweigt, überlebt.“ Sie ist nicht die einzige Gefangene, die dem Herrn des Hauses zu dienen hat.
    Leni Fontane kommt für ein Praktikum bei einem Verlag nach Hamburg. Sie freundet sich mit der lebenslustigen Vivien an. Nach einer Party ist Vivien jedoch am nächsten Tag verschwunden.
    Diese drei Handlungsstränge gehören natürlich zusammen, Dem Leser ist das sehr schnell klar. Der ermittelnde Kommissar Jens braucht da natürlich länger und ist auf die Hilfe von Leni und Freddy angewiesen.
    Die Story wirkt auf mich sehr konstruiert, das Motiv für die Entführungen mag eventuell sexueller Sadismus sein, aber ganz so klar scheint es dem Täter auch nicht zu sein, was und warum er es tut.
    Mir kam vor, dass der Autor sehr gerne besonders reißerisch und brutal die Handlung vorantreiben wollte, aber dann vor seinem eigenen Mut Angst hatte. Mit keiner der handelnden Figuren konnte ich warm werden. Leni, die liebe junge Frau mit dem hochtrabenden Nachnamen, die von Vivien so neckisch Landei genannt wird, fürchtet sich vor ihrem eigenen Schatten. Keine drei Schritte kann sie machen, ohne dass sie von irgendwem ohne irgendwas umgestoßen wird. Vivien hingegen wird als Sexbombe schlecht hin beschreiben und dabei „männlich lacht“. Auch sprachlich konnte ich für das Buch keine Begeisterung aufbringen. Stereotyp, banal und platt. Für mich ain absolutes „Leider nein Buch“

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 27. Jun 2018 

    Ein Thriller bei dem einem der Atem stockt

    Inhalt:
    Leni möchte in Hamburg ein Praktikum machen und wohnt in der Zeit in einem Bedtobed-Zimmer.
    Am ersten Tag trifft sie dort auf Vivian mit der sie den Abend verbringt. Am nächsten Morgen ist Vivian jedoch spurlos verschwunden. Leni kommt dieses komisch vor und sie beginnt nach ihr zu Suchen. Sie ahnt nicht in welche Gefahr sie sich begibt.

    Meine Meinung:
    Für mich bedeuten die Thriller von Andreas Winkelmann immer spannende Stunden und so war es auch diesmal.

    Andreas Winkelmann spielt immer mit den Ängsten der Leser und diesmal sind wieder Urlauber dran. Wer kennt nicht zumindest dem Namen nach Anbieter wie AirBNB. Genutzt habe ich es noch nie, aber schon genug davon gehört. Und genau die Ängste die der Autor anspricht kann ich mir hier gut vorstellen.

    Zu Beginn war ich noch etwas skeptisch, denn es ging doch recht ruhig zu, aber doch fesselte die Geschichte. Ich las immer mehr als ich mir vorgenommen hatte und war viel zu schnell durch mit dem Buch. Die Story nahm immer mehr Fahrt auf und die verworrenen Stränge lösten sich. Eine Geschichte die bis zum Ende hin nicht vorhersehbar und in der nie klar war wer der Täter ist. Jedenfalls für mich nicht. Winkelmann hat es da einfach drauf.

    Die Anzahl der Figuren ist auch überschaubar. Da ist Leni und Vivian. Sie kennen sich noch nicht wirklich und doch haben sie direkt einen Draht zueinander. Hier zeigt sich, dass Gegensätze sich anziehen, denn wo Leni eher schüchtern, zurückhaltend und unsicher ist ist Vivian das genaue Gegenteil.
    Zudem gibt es noch Kommissar Jens Kerner und Kollegin Rebecca Faust. Beide zusammen ein Dreamteam, das die richtigen Schlüsse zieht. Vom Privaten erlebt man hier nur sehr wenig, was mich aber auch nicht störte.
    Außerdem gibt es neben vielen anderen Figuren, die mal mehr und mal weniger wichtig sind, Freddy, ein Obdachloser, der einen Mord beobachtet hat und nun zu ängstlich ist zur Polizei zu gehen. Er lebt noch nicht lange auf der Straße und ist mehr wie unsicher bei dem was er tut.

    Am Ende ist der Fall aufgeklärt und es gab einige Herzinfarkt Momente. Wenn ich nicht auf Diät wäre hätte ich vermutlich unbewusst Massig an Süßem in mich rein gestopft und hätte hinterher nicht sagen können was. Ein Thriller bei dem einem der Atem stockt und der von allem genau das richtige hat. Die richtige Spannung, die richtigen Figuren und vor allem den richtigen Plot.