Das Haus, das in den Wellen verschwand

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Haus, das in den Wellen verschwand' von Lucy Clarke
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Nichts ist wie es scheint - dunkle Schatten im Paradies Lana und ihre beste Freundin Kitty wagen das große Abenteuer und verlassen ihre Heimat England, um auf Weltreise zu gehen. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Backpacker, die mit ihrer Jacht von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die beiden Mädchen Teil der Crew, und es beginnt eine aufregende Zeit vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Als plötzlich ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean spurlos verschwindet, merken die Freundinnen jedoch, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Nach und nach kommen die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben...

Autor:
Format:Audio CD
Seiten:5
EAN:9783956390678

Rezensionen zu "Das Haus, das in den Wellen verschwand"

  1. Mitten im Ozean in einer mondlosen Nacht...

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 11. Jan 2017 

    Lana und ihre beste Freundin Kitty wagen das große Abenteuer und verlassen ihre Heimat England, um auf Weltreise zu gehen. Unterwegs treffen sie auf eine Gruppe junger Backpacker, die mit ihrer Jacht von den Philippinen nach Neuseeland segelt. Schnell werden die beiden Mädchen Teil der Crew, und es beginnt eine aufregende Zeit vor der traumhaften Kulisse der Südsee. Als plötzlich ein Crewmitglied mitten auf dem Ozean spurlos verschwindet, merken die Freundinnen jedoch, dass an Bord nichts ist, wie es scheint. Nach und nach kommen die Gründe ans Licht, weshalb ihre Mitreisenden die Fahrt wirklich angetreten haben …

    Die Ereignisse werden aus der Sicht der jungen Malerin Lana geschildert. Dabei wechselt die zeitliche Ebene immer wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, wobei diese Verzahnung der Zeitebenen einen gelungenen Schachzug darstellt. Fragezeichen entstehen sowohl im 'Damals' als auch im 'Jetzt', denn zu Beginn der Erzählung ahnt der Hörer in keinster Weise, worum es hier eigentlich geht. Scheibchen für Scheibchen erfährt er mehr über die Hintergründe, und doch gibt es immer wieder überraschende Wendungen, die die Geschehnisse in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.

    Im 'Damals' segelt Lana mit ihrer besten Freundin Kitty und einigen anderen jungen Männern und Frauen mit der Yacht 'The Blue' in der Südsee von Insel zu Insel, und sie genießt das Leben in vollen Zügen: Sonne, Meer und Freiheit, solange das Geld reicht. Entscheidungen an Bord werden demokratisch gefällt, anfallende Arbeiten werden gerecht aufgeteilt, und eigentlich herrschen hier paradiesische Zustände. Und doch fällt ein tiefer Schatten auf das Paradies, als eines Tages eines der Crewmitglieder spurlos verschwindet, mitten auf dem Ozean. Lana ist entsetzt über das Verschwinden, noch entsetzter allerdings über die Reaktion der übrigen Mitreisenden. Sie wollen das Fehlen des Crewmitglieds den Behörden gegenüber verschweigen. Was ist da wirklich geschehen - und wer hat da etwas zu verbergen? Das Misstrauen wächst, und Lana muss eine Entscheidung treffen...

    Im 'Jetzt' befindet sich Lana in Neuseeland und wartet auf die Ankunft der Yacht 'The Blue', als sie im Radio die Nachricht hört, dass diese vor der Küste gesunken sein soll. Was ist geschehen? Und was ist mit der Besatzung? Ist Kitty noch am Leben - und was ist mit den anderen? Lana steht große Ängste aus und verfolgt die dramatische Suche nach den Vermissten. Dabei wird sie von ihren Erinnerungen an ihre eigene Reise mit der Segelyacht und den anderen Bordmitgliedern eingeholt, und zunehmend nähert sich so die Vergangenheit der Gegenwart an.

    Einiges war etwas vorhersehbar, manche Passagen empfand ich auch als langatmig. Doch insgesamt ist dies ein Roman, wo die latente Spannung meistens präsent ist und die überraschenden Wendungen zwischendurch für neuen Schwung sorgen. Die Charaktere offenbaren sich hier nur in dem Maße, wie sie sich Lana gegenüber geöffnet haben - und da ist beileibe nicht alles so, wie es sich zu Beginn präsentiert. Selbst der Epilog hält noch eine Überraschung bereit, die mir fast noch die Tränen in die Augen trieb.

    Interessant und passend vorgetragen wird das Hörbuch durch
    llena Gwisdalla. Die vorherrschende Stimmung unterstreicht die Sprecherin durch eine jeweils adäquate Betonung, und insgesamt habe ich dem Vortrag der 422 Minuten dauernden Lesung gerne gelauscht.

    © Parden