Das Gesicht des Drachen: Roman (Lincoln-Rhyme-Thriller 4)

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Gesicht des Drachen: Roman (Lincoln-Rhyme-Thriller 4)' von Jeffery Deaver
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Lincoln Rhyme, der geniale gelähmte Ermittler, und seine couragierte Assistentin Amelia Sachs erwarten in New York mit einem Team von FBI-Beamten die Ankunft des chinesischen Schmugglerschiffs »Fuzhou Dragon«. An Bord befindet sich Kwan Ang, auch »der Geist« genannt - ein gefährlicher Kapitalverbrecher, der chinesische Dissidenten und deren Familien nach New York einschleusen will. Doch die sorgsam geplante Verhaftung des Geists misslingt: Mitten im Hafen explodiert das Schiff. Der Geist jedoch entkommt und bleibt unauffindbar. Nun beginnt eine fieberhafte Jagd - der Auftakt zu einem der brisantesten Fälle, mit denen Rhyme und Sachs jemals konfrontiert waren. Die Spur führt quer durch New Yorks Chinatown - und in die höchsten politischen Regierungskreise Chinas...




Format:Kindle Edition
Seiten:480
EAN:

Rezensionen zu "Das Gesicht des Drachen: Roman (Lincoln-Rhyme-Thriller 4)"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 22. Jun 2014 

    Solider Krimi mit zu vielen Wendungen

    Ein Seelenverkäufer nähert sich im Sturm der amerikanischen Ostküste. An Bord ein paar Dutzend illegale chinesische Einwanderer. Meist sind es Dissidenten, die mit ihren Familien den Repressalien in der Heimat entfliehen wollen und auf ein besseres Leben hoffen. Kurz vor dem rettenden Land versenkt eine Bombe das Schiff. Wenige überleben. Die Überlebenden werden von einem Killer gejagt.

    Jeffery Deaver lässt uns in seinem Thriller eintauchen in die exotische Parallelwelt chinesischer Emigranten in New Yorks Chinatown. Polizei und Behörden geniessen hier kein grosses Vertrauen. Aberglauben, orientalische Weisheiten und gänzlich andere Heransgehensweisen prägen dort viele Aspekte des Lebens.

    In der Ermittlungsarbeit stehen der querschnittgelähmte Wissenschaftler Rhyme und sein chinesischer Kollege Li für diese unterschiedlichen Herangehensweisen. Westliche Rationalität trifft auf östliches „Woo-Woo“, wobei am Ende Deaver ein großes Fragezeichen setzt, ob die rein rational geführte Ermittlung immer die effektivste ist.

    Die Geschichte liest sich leicht, ist ein Pageturner, wie alle Bücher von Deaver und entwickelt sich schnell zu einem Politthriller mit Verwicklungen bis in höchste US- und chinesische Regierungskreise. Wer ist ein Killer und wer ein Diener seines Landes? Was ist Moral? Steht Moral über den Landesinteressen oder ist Moral verhandelbar? Diese Fragen stellt Deaver im wieder, respektive lässt er sie den schwerstbehinderten Rhyme stellen.

    Die Spannung hält von der ersten Seite an und Deaver gelingt es perfekt, den Leser immer wieder in die Irre zu führen. Freunde entpuppen sich als Feinde und umgekehrt. Allerdings empfand ich irgendwann die Fülle überraschender Wendungen als zu viel des Guten. Fazit: ein gewohnt solider, spannender Deaver für schöne Lesenachmittage.