Das Dornenkind

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Dornenkind' von Max Bentow
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Dornenkind"

Der Fund von drei Todesopfern, in deren Haut geheimnisvolle Botschaften geritzt wurden, stellt die Berliner Kriminalpolizei vor ein Rätsel. Während der Ermittlungen wird Trojans schlimmster Albtraum wahr: Er bekommt den Anruf einer Frau, die behauptet, die Tochter des „Federmannes“ zu sein. Der infame Serienmörder war dem Ermittler vor vier Jahren schwerst verletzt entwischt. Zu seinem Entsetzen schwört sie, dass ihr Vater am Leben ist. Trojan merkt schnell, dass er in einen fatalen Sog geraten ist. Denn der „Federmann“ wird nicht eher ruhen, bis er ihn vernichtet hat.

Autor:
Format:Broschiert
Seiten:448
EAN:9783442204328

Rezensionen zu "Das Dornenkind"

  1. Ich bin dein Vater

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 01. Jan 2016 

    Frauen werden von der Straße entführt und tauchen wieder auf mit seltsamen Worten in die Haut geritzt. Kurze Zeit später sind sie tot. Man könnte an Unfälle glauben, gäbe es die Worte nicht. Und so wird Kommissar Nils Trojan auf den Plan gerufen. Ihn überläuft es kalt, denn einzelne Buchstaben scheinen stärker nachgezogen zu sein und aus diesen lässt sich ein Wort bilden, ein Name. Soll Trojan einen Alleingang unternehmen in diesem persönlichen Fall oder ist es doch besser im Team zu arbeiten, ist er in Gefahr oder seine Tochter oder seine Freundin? Gleichzeitig reist eine junge Frau von Kanada heim nach Berlin, wo ihre Großmutter einen schweren Schlaganfall erlitten hat.

    Wenn ein Polizist so persönlich betroffen ist, kann er dann überhaupt weiter arbeiten. Müssten er und seine Familie nicht sicher untergebracht werden. Wahrscheinlich fällt es schwer, in solch einer Situation die Kontrolle abzugeben. Man denkt, seine Familie kann man selbst am besten schützen. Man vertraut niemandem. Doch ist das wirklich so? Sollte man nicht wenigstens dem Chef rückhaltlos vertrauen? Er muss sich auf einen verlassen können, genauso wie er einen nur dann richtig schützen kann, wenn er alle Einzelheiten kennt. Doch gegen so eine Nemesis wie hier beschrieben kann es vermutlich keinen Schutz geben.

    Es ist auch eine Geschichte vom Apfel und dem Stamm, wie weit fällt er? Kann man sich wirklich von dem lösen, was einem die Eltern vorgelebt oder vererbt haben? Eine Antwort gibt das Buch nicht und gerade deshalb zieht es einen in seinen Bann. Man ist hin und her gerissen im Glauben an das Gute und der Furcht vor dem Bösen. Was wird siegen? Welche Verluste wird es geben? Eine Geschichte, die schwer zu ertragen ist und die möglicherweise noch noch nicht beendet ist. Eine Drohung scheint im Raum zu stehen, von der fraglich ist, ob sie jemals beseitigt werden kann.