Das Dorf der toten Seelen: Psychothriller

Buchseite und Rezensionen zu 'Das Dorf der toten Seelen: Psychothriller' von Sten, Camilla
3
3 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Das Dorf der toten Seelen: Psychothriller"

Alice Lindstedt hat gerade die Filmhochschule in Stockholm abgeschlossen und plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen: über Silvertjärn, einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland. Vor 60 Jahren verschwanden unter ungeklärten Umständen alle Bewohner von einem Tag auf den anderen. Kurz zuvor zog ihre Großmutter von dort weg. Alice will herausfinden, was damals geschehen ist. Mit ihrem Team bricht sie zu dem einsamen Ort auf. Doch bald geschehen seltsame Dinge. Die Handys haben keinen Empfang, im Walkie-Talkie ist ein heiseres Lachen zu hören. Und kurz darauf ist der erste aus dem Team tot. Wer ist außer ihnen noch in Silvertjärn? Was ist damals passiert? Und vor allem: Werden Sie diesen grausamen Ort lebend verlassen?

Format:Broschiert
Seiten:448
Verlag:
EAN:9783959674232

Rezensionen zu "Das Dorf der toten Seelen: Psychothriller"

  1. Steigerte sich im Verlauf immer mehr

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 07. Aug 2020 

    Alice Linstedt plant, ihren ersten Dokumentarfilm zu drehen. Dafür hat sie sich einen abgelegenen Grubenort im Wald von Norrland ausgesucht, wo vor 60 Jahren unter mysteriösen Umstände von einem Tag auf den anderen alle Bewohner verschwanden. Schon bald geschehen merkwürdige Dinge bei Alice und ihrem Team. Dann ist der erste aus dem Team tot.

    Das düstere Cover, das großartig die schaurige Stimmung aus der Beschreibung wiedergibt, hat mich total neugierig auf diesen Thriller gemacht.
    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn ich konnte problemlos ins Buch starten und dem Geschehen folgen.
    Die Geschichte spielte auf zwei Zeitebenen, zwischen denen immer wieder gewechselt wurde. Ich hatte keine Schwierigkeiten, mich denn ich zurechtzufinden, und konnte bei beiden Ebenen prima miträtseln und überlegen, was geschah bzw. geschieht. Zu Beginn war die Story noch recht unaufgeregt, teilweise ein wenig langatmig, doch die Spannung steigerte sich dann immer mehr und entwickelte sich sogar bei mir immer mehr zu einem Sog. Ich musste unbedingt wissen, wie es ausgeht, damit meine vielen Fragen, die ich im Kopf hatte, beantwortet wurden. Am Ende wurden dann alle Fäden nachvollziehbar und schlüssig miteinander verbunden.

    Ein Thriller, der sich immer mehr steigerte. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

  1. Haarsträubender Unsinn

    bewertet:
    2
    (2 von 5 *)
     - 20. Jun 2020 

    Silvertjärn war ein kleiner abgelegener Grubenort im schwedischen Norrland. Nur eine Straße durch den Wald und eine wenig frequentierte Bahnlinie ließ diese Stadt erreichen. Die Leute dort waren eine kleine, gottesfürchtige Gemeinschaft, abhängig vom Grubenstandort, jeder kannte jeden. Doch vor 60 Jahren geschah dort Unerklärliches. Alle Bewohner des Ortes verschwanden spurlos, zurück blieb nur eine geschändete Tote und ein Neugeborenes.
    Diese Geschichte soll die junge Filmschaffende Alice Lindstedt beruflichen Erfolg bringen. Mit einer kleinen Crew begibt sie sich an den geheimnisvollen Ort, um eine Dokumentation zu drehen. Doch Alice hat auch ganz persönliches Interesse an dem Ort. Denn Alices Großmutter hat kurz vor den tragischen Ereignissen ihren Geburtsort Silvertjärn verlassen.
    „Das Dorf der toten Seelen“ ist der Debütroman von Camilla Sten, der Tochter der schwedischen Bestseller-Autorin Viveca Sten. Der Plot dieses Mystery-Thrillers hat alle Anlagen für einen spannenden Roman mit Gänsehautfaktor. Aber leider ist die Geschichte derart an den Haaren herbeigezogen, sehr wackelig konstruiert und unglaubwürdig.
    „Das Dorf der toten Seelen soll meine Fahrkarte in ein anderes Leben sein.“ Dieser Zug scheint allerdings abgefahren.
    Schon allein Alices Sorgen um den Geldgeber für ihre Dokumentation, in Zeiten wo True Crime, Lost Places und Mystery Crime nur so boomen, sind nahezu unverständlich. Das Team inklusive der Leiterin ist absolut unvorbereitet für diese Projekt, stapfen unmotiviert von Schauplatz zu Schauplatz und erschrecken vor ihren eigenen Schatten. Hinweise auf das vor 60 Jahren begangene Verbrechen an Gitta liegen so vor ihrer Nase. So ist es absolut unbegreiflich, dass die damaligen Ermittler diese nicht gefunden haben. Die Auflösung des ganzen Rätsel ist letztlich einzig ein haarsträubender Unsinn.
    Der bekannte Name der Mutter der Autorin verleitet, auch von der Tochter gewohnt Solides zu erwarten. Hier wurde ich leider enttäuscht. Der jungen Autorin muss man zu Gute halten, dass sie einen flotten Schreibstil beherrscht. So ist man wenigstens schnell durch mit diesem Ärgernis.