Crash: Roman (Isa-und-Can-Reihe)

Buchseite und Rezensionen zu 'Crash: Roman (Isa-und-Can-Reihe)' von Susanne Saygin
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Crash: Roman (Isa-und-Can-Reihe)"

Format:Broschiert
Seiten:416
EAN:9783453439900

Rezensionen zu "Crash: Roman (Isa-und-Can-Reihe)"

  1. Der Wolf

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 18. Sep 2021 

    Seit Jahren schon versucht Isa Kurzeck die Machenschaften in der Nolden-Gruppe aufzudecken. Sie war ganz dicht dran, doch der Firmenchef Christof Nolden saß am längeren Hebel. Isa und ihre Mitstreiter leben seitdem undercover. Als die Nachricht, dass Nolden an einem Herzinfarkt verstorben ist, Isa erreicht, sieht sie eine zweite Chance. Isa Kurzeck kehrt nach Deutschland zurück, zum einen, um ihre verschwundene Freundin Mira zu suchen und zum anderen, um ihre Recherche wieder aufzunehmen. War es ein Zufall, dass Mira vor ihrem Verschwinden in der Anwaltskanzlei tätig war, die auch das Nolden Mandat betreut? Isa schleust sich dort ein und triff auf den findigen, aber gehetzten Torsten Wolf, der sich um die Nolden-Gruppe kümmert.

    Isa Kurzeck wirkt wie besessen von den Machenschaften im Immobilienkonzern Nolden, während Torsten Wolf durch seine sich in Auflösung befindliche Ehe abgelenkt, sich manchmal kaum konzentrieren kann. Sein eigenes Unvermögen kaschiert er, in dem er seine Assistentin runtermacht. Wieder einmal hat er eine in die Flucht geschlagen. Die offene Stelle ist die Chance für Isa in die Nähe von Nolden zu kommen. Die Entdeckungen, die die ungleichen Partner machen, sind haarsträubend, aber reicht das, um einen Konzern bzw. die Erbin von Christof Nolden anzugreifen?

    Dieser spannende Thriller spielt noch vor der Pandemie. Die allgemeine Stimmung, die der Roman widerspiegelt wird jedoch sehr präzise getroffen. Die Gesellschaft ist zerrissen, kaum einer hilft dem anderen, aufdringliche Werbung ist allgegenwärtig, der Ton ist hart und häufig gnadenlos. Da wundert es nicht, wenn so ein Konzern eine erste Krise, trotz mutmaßlichen Betrug, Schwarzarbeit und gar Mord, übersteht und scheinbar wie Phönix aus der Asche aufsteigt. Man möchte Isa zustimmen, da kann auch bei dem neuen Unternehmen etwas nicht stimmen, so einfach ändert sich ein Firmenchef schließlich nicht. Zwar gewinnt man den Eindruck, dass die Autorin sich zu Beginn etwas zu lange mit dem mit seinen Lebensumständen hadernden Torsten Wolf aufhält, punktet sie im weiteren Verlauf mit der treffenden Beschreibung der schnelllebigen und an Mitmenschen desinteressierten Umwelt. Wenn Isa Kurzeck und Torsten Wolf weitere Fakten auftun und man erfährt welch perfides Ziel verfolgt wird, kann man den Roman nicht mehr aus der Hand legen. In dem Roman wird ein düsteres, aber leider wohl realistisches Bild gezeichnet. Wie das Buch auf die Krimibestenliste gelangt ist, kann man gut nachvollziehen.