City of Girls

Rezensionen zu "City of Girls"

  1. Frauen sind stärker als man denkt

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 29. Jun 2020 

    City of Girls von Elisabeth Gilbert, gelesen von Cathlen Gawlich.

    Vivian Morris bricht ihr Studium ab und da die Eltern sie nicht zu Hause haben wollen, wird sie zur Strafe kurzerhand zu ihrer Tante Pegg nach New York City geschickt. Ob es eine Strafe ist, wird sich noch rausstellen. Tante Pegg betreibt ein heruntergekommenes Revuetheater, das Lily Playhouse, deren Besucher die kleinen Leute der Stadt und Nachbarschaft sind. Sie kann sich und die Truppe gerade mal so über Wasser halten.

    Da Vivian das Schneidern auf einer "Singer Nähmaschine" bei ihrer geliebten Großmutter gelernt hat, kann sie sich im Theater nützlich machen und die Tänzerinnen mit neuen Kleidern ausstatten und sich nützlich machen. Olive, die Freundin ihrer Tante ist die Stütze des Ganzen. Sie verwaltet die Finanzen im Theater und kümmert sich um die Auszahlung der Gagen und Neuanschaffungen.

    Zu dieser Truppe gesellt sich später eine berühmte britische Schauspielerin Edna Parker mit ihrem jungen Ehemann. Dieser ist zwar der klassische Schönling, allerdings "dumm wie eine Tüte Haare". Edna wird zum Star und das neue Theaterstück wird ein großer Erfolg. Fragt sich allerdings für wen. Im Freudentaumel dieses Erfolgs begeht Vivian einen Folgenschweren Fehler, der ihre ganze Zukunft bestimmen wird.

    Im 1. Teil von Vivians Geschichte, der in den 40er Jahren beginnt, wurde mir zu viel über das ausschweifende Liebesleben erzählt. Wenn sie mit ihrer vermeintlichen Freundin, der Tänzerin Celia die Bars in der Nacht unsicher machte und durch die Betten hüpfte. Weniger wäre besser gewesen. Im 2. Teil wurde es dann langsam interessanter, weil die Hörerin gerne wissen wollte, wie Vivians Leben sich weiter entwickelte. Die ganze doch recht lange Geschichte wird in Form eines Briefes erzählt, der an Angela gerichtet ist. Angela ist die Tochter eines Freundes von Vivian.

    Mein Fazit: Das Buch hat viele Längen und einige Erzählungen, die einfach zu intensiv beschrieben und zu oft wiederholt wurden. Da kam dann schon oftmals Langeweile beim Hören auf. Ich bin auch mit der Protagonistin nicht warm geworden. Wirklichen Zugang habe ich nur zu ihrer späteren besten Freundin Majorie finden können, deren Lebensart und Stil mir eher zugesagt hatte. Leider hat die Autorin diese Figur einfach im Sande verlaufen lassen. Elisabeth Gilbert hat mit diesem Roman nicht wirklich punkten können bei mir.