Champagnerblut

Buchseite und Rezensionen zu 'Champagnerblut ' von Guido Buettgen
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Am Starnberger See wird die Leiche eines polnischen Bauarbeiters gefunden. Der frisch aus Hamburg zugezogene Kriminalrat Madsen stößt auf geheime Veranstaltungen der Oberschicht, bei denen man sich zum Amüsement bis auf den Tod bekämpft. Madsen schleust sich undercover in die Szene ein – und muss leidvoll erfahren, dass er den Sumpf aus Geld, Sex und Gewalt maßlos unterschätzt hat.

Format:Taschenbuch
Seiten:496
Verlag: Emons Verlag
EAN:9783954517930

Rezensionen zu "Champagnerblut "

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 07. Feb 2017 

    Lässt Fäuste sprechen

    Mads Madsen, Kriminalrat aus Hamburg, braucht nach einem traumatischen Erlebnis einen Neustart. Er lässt sich vom Hamburger Kiez an den Starnberger See versetzen.
    Dort wartet schon vor seinem Amtsantritt eine Leiche auf ihn. Aus dem See gezogen wurde ein polnischer Bauarbeiter, ein Schrank von Mann, martialisch tätowiert und offensichtlich totgeprügelt.
    Seine Spurensuche führt zu reichen Bauherren, zwielichtigen Bauunternehmern und schweigsamen Polen und schönen Frauen.

    Der Krimi ist ein Debütroman, der Autor – aus der Werbebranche – kann mit Sprache umgehen. Er schreibt witzig und sprüht vor Einfällen. Leider lässt er nun auch kein Klischee aus. Der Hamburger Mads trägt Biker Klamotten und kommt auf einer Fat Boy angefahren. Er hat früher geboxt und das sieht man ihm auch an. Sein Kollege aus Starnberg ist adliger Abstammung, aber vom Vater enterbt, da er nicht nur schwul ist, sondern auch noch zur Polizei gegangen ist. Die Reichen und Schönen sind reicher und schöner, als man es je hörte. Die Frauen sind nur auf Sex aus und geliftet.

    Der Fall war eigentlich leicht zu durchschauen, schon früh werden die Spuren gelegt und ein aufmerksamer Leser weiß gleich, wohin die Lösung geht. Trotzdem kann man sich gut unterhalten. Die Protangonisten haben Potenzial, vielleicht beim nächsten Band mit weniger totgerittenen Gags.