Broken House - Düstere Ahnung

Buchseite und Rezensionen zu 'Broken House - Düstere Ahnung' von Gillian Flynn
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Die junge Nerdy bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es jedoch auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will.

Format:Audio CD
Seiten:0
Verlag: Argon Verlag
EAN:9783839814666

Rezensionen zu "Broken House - Düstere Ahnung"

  1. bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 09. Jul 2017 

    Spooky...

    Die junge Nerdy bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es jedoch auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will.

    Erzählt wird aus der Ich-Perspektive der jungen Nerdy, die pragmatisch annimmt, was das Leben ihr bietet und sich nicht zu viele Gedanken darüber macht, wie es vielleicht besser laufen könnte. Ohne Illusionen verrichtet sie ihre diversen Jobs, sei es nun der 'Hand-Job' bei gewissen Männer-Wünschen oder aber die Wahrsagerei - dies nun meistens bei Frauen. Nerdy versucht einfach, alles so gut wie irgend möglich zu erledigen, bemüht sich auch um eine jeweils glaubwürdige Fassade und liest ansonsten, was ihr an Büchern in die Finger kommt.

    Als Susan Burke erstmals ihre Dienste als Wahrsagerin in Anspruch nimmt, wittert Nerdy rasch das große Geld. Denn Susan bittet die junge Frau darum, ihr Haus und ihren Stiefsohn von den bösen Geistern zu befreien, die ihrer Meinung nach von dem viktorianischen Anwesen Besitz ergriffen haben. Zunächst hält Nerdy die wohlhabende Frau für reichlich überspannt, aber als sie das Haus und Susans Stiefsohn Miles kennenlernt, spürt sie sofort, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Auch wenn sie sich nicht einschüchtern lässt und alles tut, um ihren Auftrag zu erfüllen, wird Nerdy ihre Gänsehaut kaum noch los. Sie fürchtet bald, der Sache nicht gewachsen zu sein - doch weiß sie schließlich gar nicht mehr, von welcher Seite her ihr die Gefahr eigentlich droht...

    Mit 'Broken House - Düstere Ahnung' gewann Gillian Flynn den Edgar Awards für die beste Kurzgeschichte 2015. Dass die Autorin Verwirrspiele liebt und bei ihr schon mal nichts so ist, wie es zunächst den Anschein hat, habe ich bereits bei 'Gone Girl - Das perfekte Opfer' feststellen dürfen. Und auch hier greift Flynn zu Verwirrspielen, so dass der Hörer bald gar nicht mehr weiß, was er überhaupt glauben soll. Das offene Ende passt hervorragend zu dieser Strategie, auch wenn es mich ein wenig vor den Kopf gestoßen hat, denn nun sitze ich hier und weiß nicht, was ich denken soll. Gelungen ist es für mich allemal.

    Gerade einmal 79 Minuten dauert das von Vera Teltz angemessen gelesene Hörbuch. Lakonisch-schnoddrig ist oft der Ton der Sprecherin und passt damit für mich hervorragend zu der Person der jungen Nerdy.

    Ein kurzes Hörvergnügen, gleichzeitig eine Hommage an und eine Persiflage von einer Geistergeschichte. Und auch wenn ich hier lieber eine längere Erzähl-Version gehabt hätte, ist das offene Ende irgendwie doch passend...

    © Parden