Bis ans Ende der Geschichte: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Bis ans Ende der Geschichte: Roman' von Jodi Picoult
4.35
4.4 von 5 (3 Bewertungen)

Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Autor:
Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:560
EAN:9783570102176

Rezensionen zu "Bis ans Ende der Geschichte: Roman"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 15. Jul 2016 

    Beeindruckend und verstörend

    Eine interessante Erfahrung: Ein Buch zu lesen, ohne zu wissen, worum es geht und warum man dieses Buch überhaupt zur Hand genommen hat. Das ist mir mit Jodi Picoults Roman "Bis ans Ende der Geschichte" passiert. Ich habe mich einfach darauf verlassen, dass es einen Grund geben musste, warum ich es vor einiger Zeit auf meine Leseliste gepackt hatte. So kam ich in den Genuss, diesen Roman völlig unvoreingenommen zu lesen. Keine Buchbeschreibung, keine Rezension. Es gab nichts, was mich auf den Inhalt dieses Buches vorbereitet hat. Und was ich dann gelesen habe, hat mich schlichtweg umgehauen.

    Worum geht es in diesem Roman?
    Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade? (Quelle: C. Bertelsmann)

    Tatsächlich kratzt die Beschreibung des Verlages nur an der Oberfläche dieses besonderen Romanes.
    Josef Weber, ein Name deutscher Abstammung. Ein netter alter Mann, hilfsbereit, beliebt in der Gemeinde, setzt sich für andere Menschen ein, insbesondere Kinder liegen ihm am Herzen. Mit seinen 90 Jahren hat er den 2. Weltkrieg erlebt. Dieser nette alte Mann war bei Hitlers SS und er war gut in seinem Job.
    Wie passt das zusammen? Der nette alte Mann von heute, von allen geschätzt, und das erbarmungslose Ungeheuer von damals? Diese Frage wird den Leser während des ganzen Buches beschäftigen.

    "Der größte Fehler, den Menschen machen, wenn sie an Kriegsverbrecher des Nationalsozialismus denken, ist der, sie als Monster zu sehen: vor, während und nach dem Krieg. Das waren sie nicht. Sie waren ganz gewöhnliche Menschen mit einem vollkommen funktionsfähigen Gewissen, die schlechte Entscheidungen trafen und dann für den Rest ihres Lebens, wenn sie wieder in den Alltag zurückkehrten, Ausreden erfinden mussten." (S. 100)

    Jodi Picoult erzählt diesen Roman aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und wird aus der Sicht von Sage erzählt. Zunächst ist noch nicht klar, welche Richtung, die Handlung nehmen wird. Sage steht im Mittelpunkt. Der Leser fragt sich, was bei dem tragischen Autounfall tatsächlich passiert ist und wie sie es schaffen wird, ihre Trauer um die Mutter, für deren Tod sie sich verantwortlich fühlt, zu verarbeiten. Alles deutet auf einen Roman hin, der das Seelenleben von Sage zum Thema hat. Erst mit dem Auftreten von Josef Weber ist schnell klar, dass die Handlung dieses Romanes in eine ganz andere Richtung gehen wird. In Rückblenden und aus der Perspektive von Josef wird der Leser in das Deutschland und Polen des 2. Weltkrieges zurückversetzt. Der Leser erlebt den grausamen Alltag im Konzentrationslager. Teilweise wird er mit Episoden konfrontiert, die an die Grenze des Erträglichen gehen. Neben Josef kommt auch eine andere Beteiligte der damaligen Zeit zu Wort: eine Überlebende aus dem Konzentrationslager.

    "Wenn es eine Kugel gibt, dann zielt auf mein Herz, nicht auf meinen Kopf. Es wäre schön, wenn es nicht wehtäte. Ich würde lieber an einem unerwarteten Schlag als an einer Infektion sterben. Würde sogar das Gas willkommen heißen. Vielleicht fühlte sich das an wie Schlafen und nicht mehr Aufwachen. Ich weiß nicht, wann ich dazu übergegangen war, die Massenvernichtung in diesem Lager als human anzusehen - und vermutlich wie die Deutschen zu denken -, aber wenn die Alternative dazu war, dahinzuvegitieren, bis man verreckte, während der Geist aufgrund des Hungers immer weiter nachließ, also, dann wäre es wohl das Beste, es gleich hinter sich zu bringen." (S. 367)

    Doch immer wieder holt uns die Autorin in die Gegenwart zurück. Wir erleben, wie Sage und Josef sich kennenlernen und anfreunden, wie sie sich gegenseitig in ihrer Trauer eine Stütze sind. Für Sage ist Josef ein guter Freund, dessen Gesellschaft sie genießt. Als er sich ihr gegenüber über seine Vergangenheit äußert, ist die jüdisch stämmige Sage fassungslos. Für sie bedeutet dieses Wissen um Josef's Vergangenheit einen riesigen Gewissenskonflikt. Sie fühlt sich gegenüber den Opfern des Nazi-Regimes sowie ihrer jüdischen Familie verpflichtet, kann aber den Josef, wie er heute ist, nicht mit dem SS-Offizier von damals in Einklang bringen. Ständig nagen Zweifel an ihr, was seine Vergangenheit angeht.
    Josef sucht nach Vergebung. Aber kann man einem Mann, der unzählige Menschen auf dem Gewissen hat, vergeben? Seine Opfer können es nicht mehr. Auch Sage weigert sich, Josef die Absolution zu erteilen. Stattdessen wählt sie einen anderen Weg, um Josef für seine Taten büßen zu lassen.

    "Aber wenn man Vergebung sucht, kann man doch wohl kein Ungeheuer sein? Macht einen diese Verzweiflung nicht per definitionem wieder menschlich?" (S. 491)

    Mit "Bis ans Ende der Geschichte" hat Jodi Picoult einen sehr vielschichtigen Roman geschaffen, der den Holocaust und seine Nachwirkungen zum Inhalt hat. Gleichzeitig stellt dieser Roman die Frage nach Schuld und Sühne und beleuchtet diese Thematik sowohl aus Täter- als auch aus Opfersicht.
    Es ist auch ein Familienroman, der bewusst macht, welchen Einfluss das Leben unserer Vorfahren auf unser heutiges Dasein hat. Familienwurzeln lassen sich nicht verleugnen und prägen unser eigenes Leben.

    Eine Schriftstellerin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, einen Roman über den Holocaust zu schreiben, diesen aber selbst nicht erlebt hat, bewegt sich auf sehr dünnem Eis. Sie möchte authentisch erscheinen. Doch gerade der Grad zwischen Authentizität und reißerischer Darstellung ist sehr schmal. Aber Jodi Picoult hat sich intensiv auf diesen Roman vorbereitet. Man merkt diesem Roman die ausführliche Recherche an. Es gab für mich keinen Moment, in dem ich ihr diese Geschichte nicht abgenommen habe. An manchen Stellen ist sie schonungslos und führt den Leser bis zur Grenze des Erträglichen. Und trotzdem hat man den Eindruck und die Befürchtung, dass diese Geschichte genauso hätte stattfinden können. Damit hat sie es geschafft, den Opfern des Holocausts den nötigen Respekt zu erweisen und hat aus ihrem Roman ein Buch „Gegen das Vergessen“ geschaffen.

    "Ich glaube nicht an Gott. Aber als ich hier sitze, in diesem Raum voller Menschen, die das anders empfinden, wird mir klar, dass ich an Menschen glaube. An ihre Kraft, einander zu helfen und trotz allem weiterzumachen. Ich glaube, dass das Außergewöhnliche jeden Tage über das Gewöhnliche triumphiert. Ich glauben, wenn man Hoffnung hat - und sei es nur die auf ein besseres Morgen - ist dies die mächtigste Droge auf diesem Planeten." (S. 447)

    Auch wenn ich von diesem Roman sehr angetan bin, gab es doch einen Störfaktor für mich. Jodi Picoult lässt eine angehende Liebesbeziehung von Sage in die Handlung ihres Romanes einfließen. Teilweise bewegt sich Jodi Picoult mit der Darstellung dieser Liebesgeschichte an der Grenze zum Trivialen. Diese manchmal kitschige und blumige Darstellung passt nicht zu dem ernsthaften Thema dieses Romanes. Ich habe den Wechsel zwischen den Handlungsfäden "Leben im KZ" und "Liebesbeziehung Sage" als sehr störend empfunden. Vielleicht liegt es auch an mir. Aber in einem Abschnitt zu lesen, welcher Brutalität die KZ-Insassen ausgesetzt waren und im nächsten Abschnitt über "Liebe, Lust und Leidenschaft" zu lesen, ist verstörend.
    Glücklicherweise sind diese Momente in diesem Roman sehr rar gesät. Daher überwiegt bei mir die Bewunderung für diesen großartigen Roman, insbesondere seines Aufbaus, der Tiefgründigkeit der Charaktere und dem Sprachtalent von Jodi Picoult. Von der ersten Seite an konnte sie mich fesseln. Die Spannung hat in keinem Moment nachgelassen. Darüber hinaus ist es ein Buch, das einen beschäftigt, auch nachdem man es aus der Hand gelegt hat. Denn durch die Fragen nach Schuld und Sühne, die einen in diesem Roman begleiten, wird das eigene Gerechtigkeitsempfinden auf die Probe gestellt.
    Es gibt noch soviel mehr über dieses Buch zu berichten. Tatsächlich konnte ich mit meiner Buchbesprechung - genau wie die Beschreibung des Verlags - nur an der Oberfläche dieses Romanes kratzen. Je länger ich mich mit meiner Rezension beschäftige, umso mehr fällt mir noch ein. Daher mache ich hier einen Cut und kann nur jedem empfehlen, sich selbst mit diesem besonderen Buch auseinanderzusetzen.

    © Renie

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 26. Okt 2015 

    Eine Geschichte von Schuld und Vergebung

    Gastrezension von Karl
    Klappentext
    Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

    Die Autorin
    Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire.

    Meine Meinung

    Story
    Die nach einem Unfall entstellte Bäckerin Sage Singer lebt sehr zurückgezogen in ihrer Welt. Als sie Bekanntschaft mit den 90. jährigen Josef Weber macht, beginnt für sie beide eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch als Josef ihr gesteht, das er ein gesuchter Kriegsverbrecher ist, der mit für den Holocaust u.a in Auschwitz verantwortlich ist, ändert sich Sage Haltung gegenüber Josef. Als er Sage schließlich bittet ihn beim Sterben zu helfen, steht Sage vor einem großen Gewissenskonflikt.

    Schreibstil
    Picoult bleibt ihrem Stil treu. Das Buch ist klar und verständlich geschrieben, trotz mehreren Handlungstränge. Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt.

    Charaktere
    Mit den einzelnen Charakteren kann man sich gut identifizieren, alle wirken authentisch.

    Mein Fazit

    Geschichten, in denen die Schuldfrage in einer Grauzone liegt, sind Picoults stärken, dem bleibt sie sich auch in diesem Buch treu. Zwar ist das Thema nicht neu und wurde schon hundertfach aufgegriffen, für Jodi Picoult ist es aber das erste Buch zu dem Thema. Etwas neues erfährt der Leser allerdings auch nicht. Picoult hat den Schrecken des Holocaust in einen Unterhaltungsroman gepackt, der um die Frage ringt, inwieweit kann man verzeihen, darf man verzeihen und wie lange dauert die Schuld? Letztendlich muss der Leser selbst entscheiden, wie er dazu steht. Eine klare Antwort gibt es in dem Buch nicht .Die Frage nach der Schuld macht das Buch aus. Einige Handlungstränge wirken auf mich etwas schnulzig. Am Ende der Geschichte erfolgt wie so oft bei Picoult der Knalleffekt, auch hier bleibt sie sich treu. Ein lesenswertes Buch ist es aber auf jeden Fall.
    Ich vergebe gut vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 08. Sep 2015 

    So wunderschön und doch so schrecklich

    Sage ist sehr menschenscheu, seit sie bei einem Autounfall, bei dem sie auch ihre Mutter verlor, eine Gesichtsverletzung davontrug. Sie arbeitet nachts in einer Bäckerei und das Backen ist ihre große Leidenschaft, die sie von ihren Großeltern geerbt hat. In einer Trauergruppe, in der sie über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen versucht, lernt sie Joseph kennen. Zwischen der jungen Frau und dem über Neunzigjährigen entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Irgendwann bittet Joseph Sage, ihm beim Sterben zu helfen und erzählt ihr von seiner Nazivergangenheit. Sage ist geschockt, ist ihre Großmutter doch eine Überlebende des Holocaust. Sage ist so erschüttert, dass sie Joseph heimlich als Naziverbrecher anzeigt. Dadurch lernt sie den Ermittler Leo kennen und nun soll sie ihm helfen Joseph zu überführen.....

    Was für eine Geschichte. Eigentlich wusste ich gar nicht so genau um was es in dieser Geschichte geht. Der Name Jodi Picoult reichte aus um mich zu dem Buch greifen zu lassen, denn bisher hat sie mich immer mit ihren Geschichten verzaubert, auch wenn es oftmals traurig zuging. Mit "Bis ans Ende der Geschichte" ist der Autorin etwas ganz besonderes gelungen: Eine Geschichte die wunderschön aber gleichzeitig auch so schrecklich ist, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

    Man liest hier praktisch eine Geschichte aus der Sicht eines Opfers und eine aus der Sicht eines Täters. Besonders interessant fand ich, wie der junge Joseph von einem normalen Jungen zu einem eiskalten Soldaten wurde, der blind Befehle ausführt. Als das Buch zu der Geschichte der Großmutter Minka kam, kämpfte ich oft gegen die Tränen an und musste des öfteren kleine Lesepausen einlegen um das alles erst einmal ein wenig zu verarbeiten. Picoult ist es mit diesem Buch gelungen, einen Teil der schrecklichen deutschen Geschichte wieder lebendig werden zu lassen, ohne den Zeigefinger zu erheben. Sie zeigt, wie schnell man sich manipulieren lässt und mit der Herde rennt. Sie zeigt, was manche alles tun, um ihr eigenes Leben zu retten. Sie zeigt aber auch, was manche Menschen für Monster waren und dass es Menschen gab, die versuchten anderen zu helfen und ihr eigenes Leben dabei riskierten.

    Monster ist ein gutes Stichwort, denn dazwischen gibt es immer wieder Passagen einer Geschichte, die die Großmutter geschrieben hat. Sie handelt von einem kleinen Dorf, einem jungen Mädchen und einem "Monster", dem Upiór. Diese Geschichte fing Minka schon vor dem Krieg an zu schreiben und während der schrecklichen Zeit ins Auschwitz schrieb sie immer weiter daran. Ich wartete immer gebannt auf die Fortsetzung.

    Der Schreibstil des Buches ist so bildhaft und die Charaktere so authentisch und lebhaft, dass ich mich mitten in der Geschichte fühlte. Ich brauchte immer eine ganze Weile, bis ich daraus aufgetaucht war und ich merke schon, dass ich noch sehr lange über diese Geschichte nachdenken werde.

    Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, auch Lesern, die dieses Thema sonst eher meiden, denn Jodi Picoult hat hier wirklich eine einzigartige Geschichte erschaffen. Eine Geschichte, die den Leser gefangen nimmt, die ihn mit den Charakteren leiden lässt, die ihn von ganzem Herzen hassen lässt. Die zu Tränen rührt und ihn erleichtert aufatmen lässt. Die ein schmunzeln aufs Gesicht zaubert und die man sofort wieder beginnen möchte, wenn sie zu Ende ist. Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung. "Bis ans Ende der Geschichte" ist ein Buch, das einen nie wieder los lässt.

    © Beate Senft