Bird Box - Schließe deine Augen: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Bird Box - Schließe deine Augen: Roman' von Josh Malerman
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Bird Box - Schließe deine Augen: Roman"

Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich...


Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …


Format:Kindle Edition
Seiten:321
EAN:

Diskussionen zu "Bird Box - Schließe deine Augen: Roman"

Rezensionen zu "Bird Box - Schließe deine Augen: Roman"

  1. Mir hat es gefallen

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 14. Mär 2015 

    Gerade als Malorie erfährt dass sie schwanger ist, bricht ihre ganze gewohnte Welt zusammen. Zuerst kommen nur vereinzelte Berichte aus Russland, die niemand wirklich ernst nimmt, aber dann kommt "es" immer näher und ist schließlich auch in Amerika angelangt. Es sollen Wesen sein, die dem Menschen den Verstand rauben und ihn sich töten lassen, wenn man sie ansieht. Aber bestätigen kann das niemand, denn die, die die Wesen gesehen haben, sind nicht mehr am Leben. Am Anfang trauen sich die Menschen noch aus ihren Häusern und versuchen nur auf den Boden zu schauen, aber bald sind die Straßen wie leer gefegt. Die Menschen verschanzen sich in ihren Häuser, hängen die Fenster mit Decken ab und schließen die Haustüre zu. Malorie beschließt, sich einer Gruppe Menschen anzuschließen, die gemeinsam in einem großen Haus wohnen und gemeinsam versuchen zu überleben. Kann sie hier ihr Baby zur Welt bringen? Wie kann ein Säugling in dieser Welt überleben?

    Ob dieser Plot Sinn macht oder nicht, das ist Ansichtssache. Machen denn Zombieromane Sinn? Oder irgendwelche Monster, die mordend durch die Gegend rennen? Warum soll es dann nicht auch Wesen geben, die uns den Verstand rauben, wenn wir sie ansehen? Zumindest in einem Roman, sollte das doch gestattet sein.

    Ich war am Anfang skeptisch, aber nachdem ich ein paar Seiten gelesen hatte, hatte mich die Geschichte voll im Griff. Es geht nicht nur um das Überleben der Menschheit, sondern auch das Überleben in der Gruppe. Was passiert, wenn man so lange auf einem Fleck zusammengepfercht ist. Wie wirkt es sich aus, wenn man nur noch mit Augenbinde das Haus verlassen kann? Schafft man es auch Blind nach Lebensmitteln zu suchen? Kann ein Säugling in so einer Welt überleben?

    Ich finde, der Autor hat seine Idee wirklich gut ausgearbeitet und die Figur der Malorie ist ihm sehr gut gelungen. Der Leser nimmt an ihrer Entwicklung teil, verfolgt wie sie von einer unglücklichen und nicht besonders lebensfähigen jungen Frau zu einer starken Person wird, die sich überwiegend auf sich selbst verlässt.

    Die Mitbewohner sind nur schemenhaft erarbeitet. Tom ist ein sympathischer Charakter, der nie aufgibt und für alles eine Lösung sucht. Die anderen Personen bleiben ziemlich austauschbar bis auf die Psychos natürlich, falls es in diesem Buch welche gibt. ;-)

    Auf mich hatte der Roman eine sehr bedrückende Wirkung. Wie fühlt man sich, wenn man im Freien steht mit verbundenen Augen und spürt, dass etwas um einen herum schleicht? Wie schafft man es, da nicht die Augenbinde herunterzureißen um der Gefahr ins Gesicht zu sehen? Für mich wäre das wohl schlimmer als eine Zombieapokalypse, denn da kann man immer noch ins Freie und nach Essen und allem suchen, was man so braucht. Das ist in diesem Buch nicht möglich. Wie soll man denn wieder nach Hause finden, wenn man keinen Blick riskieren darf?

    Was Malorie durchmacht ist einfach unglaublich und ich habe mit ihr gelitten und gehofft. Darum vergebe ich für dieses spannende Buch 4 von 5 Punkten und empfehle es jedem, der sich gerne mal auf etwas anderes einlassen mag. Mich hat das Buch jedenfalls gut unterhalten und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich darüber nachdenke. Und das macht ja schließlich ein gutes Buch aus: Dass wir darüber nachdenken.

    © Beate Senft