Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger: Roman

Buchseite und Rezensionen zu 'Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger: Roman' von Jörg Menke-Peitzmeyer
4
4 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger: Roman"

Bert ist dick. Sogar sehr dick. Stolze 101 Kilo bringt er auf die Waage. Alles nervt. Gut, dass es Günther Jauch gibt: Bei seiner Lieblingssendung kann Bert ungestört von zu Hause mit raten. Doch dann ändert sich alles: Bert wird das Maskottchen einer Eishockeymannschaft und als „Billy the Beast“ im Tigerfell berühmt. Die Pfunde purzeln, eine glücklichere Welt unterhalb der 100-Kilo-Grenze scheint möglich. Aber bald kommt die Millionenfrage: „Wie erobert man das Herz einer Cheerleaderin?“ Der Zusatzjoker muss her …

Format:Kindle Edition
Seiten:273
EAN:

Rezensionen zu "Billy the Beast. Ein Traum von einem Tiger: Roman"

  1. Unterhaltsam und humorvoll

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 01. Mär 2017 

    Das Buch:

    In "Billy the Beast" von Jörg Menke-Peitzmeyer geht es um Bert Stutenkemper, der mit 16 Jahren bereits 101 Kilo wiegt und zu Beginn nicht den Anschein weckt, als würde sich daran etwas ändern.
    In Berlin lebt er zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter, die von einer Affäre zur nächsten springt und ihren Sohn im Gegenzug mit Essen bei Laune hält.
    Alles ändert sich, als er als Maskottchen der Ice Tigers zu einer kleinen Berümtheit wird und die schöne Cheerleaderin Lilly kennen lernt.

    Mein Eindruck:

    Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben und somit auch sehr unterhaltsam. Mehr als einmal musste ich während des Lesens laut auflachen. Dieser Humor zieht sich durch das ganze Buch, wobei es gegen Ende etwas abnimmt. Allgemein ist der Schreibstil sehr locker und angenehm, sodass das Buch eine tolle Lektüre für zwischendurch ist - im positiven Sinne! Heißt: Das ideale Buch, wenn man zwischendurch ein wenig Zeit hat, die man zum Lesen nutzen möchte, aber keine komplizierte Geschichte möchte, in die man sich erst "reinarbeiten" muss.
    An manchen Stellen ist für meinen Geschmack das Buch etwas unrealistisch, bzw. passieren einfach zu viele Zufälle. So scheinen die Ice Tigers im Buch nur einen einzigen Kontrahenten, nämlich die Ice Eagles, zu haben, sodass diese ihr einziger Gegner im Kampf um den Aufstieg sind. Zwar kenne ich mich im Eishockey nicht aus, bin mir aber ziemlich sicher, dass das in der Realität mehr Mannschaften wären.
    Zudem fand ich es manchmal schwer dem Buch zu folgen, bzw. nachzuvollziehen was genau jetzt passiert ist und was das Ganze überhaupt mit der Story zu tun hat.

    Fazit:

    Alles in allem ein tolles Buch, das über die Tonspur des Humors vermittelt, wie schwer es Menschen mit Übergewicht haben können, was in einer solchen Person vorgehen kann und wie leicht es als "Überlegener" ist, so jemanden zu mobben.

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  1. Billy-Bert

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 19. Feb 2017 

    In seiner Kindheit war Bert eigentlich nicht so dick, wenn er sich die alten Fotos so anschaut, doch nun mit 16 hat er die 100 Kilo geknackt. Irgendwie futtert und futtert er, von seiner Mutter gefüttert, mit den Gerichten, die sie für ihre wechselnden Liebhaber kocht oder auch mit seinen Lieblings-Schokoriegeln, die er massenweise unter dem Bett deponiert. Seine Mitschüler nutzen jede Gelegenheit, ihn zu drangsalieren. Dann bietet sich Bert eine Gelegenheit, im Ganzkörperanzug als Maskottchen aufzutreten. Einmal darf er im Tigerkostüm zu der Berliner Eishockey-Mannschaft, den Ice-Tigers, wie passend. Und unerwartet schlägt seine Performance dort ein wie eine Bombe, im positiven Sinne natürlich.

    Wie man sich vorstellen kann, genießt es Bert mal der Held zu sein. Hinzu kommt noch, dass der Anzug zum einem die Nahrungsaufnahme behindert und zum anderen die Schweißproduktion anregt, das heißt Bert nimmt ab. Und das, obwohl es in seiner Familie unter den Männern als unangebracht gilt, unter 100 Kilo zu wiegen. Selbst sein Opa, der bald 80 wird, ist noch ein stattlicher Mann und leitet ein Restaurant für westfälische Küche. Was aber, wenn man sich in seiner Haut einfach nicht mehr wohl fühlt, wenn einem die Hänseleien der sogenannten Klassenkameraden langsam auf den Keks gehen und wenn bei den Ice Tigers so bemerkenswerte Cheerleader herumlaufen, besonders eine.

    Mit westfälisch-berliner Schnauze umschreibt der Autor Berts Kampf gegen die Pfunde, dem der Anzug dabei eher zufällig zur Hilfe kommt. Mal witzig, mal nachdenklich, mal forsch, mal kurz vor dem Aufgeben, die Jugend ist zwar die schönste, aber sicher nicht die einfachste Zeit. Man kann sich vorstellen wie Bert schwerfällig durch sein Leben tapst und sich nicht richtig wehren kann. Natürlich gefällt ihm nicht alles, aber irgendwie bekommt er immer wieder das Maul gestopft oder er stopft es sich selbst mit Süßigkeiten voll. Nur langsam kann er sich ein wenig freischwimmen. Es hat schon was, im Tigerkostüm das erste Mal mit Schlittschuhen aufs Eis zu steigen und nicht völlig unterzugehen. Humorvoll mit ein paar ernsten Tönen unterhält dieser Coming of Age Roman sehr gut.

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