Balthasar (Dämonenblut 2)

Buchseite und Rezensionen zu 'Balthasar (Dämonenblut 2)' von Katy Mendes
NAN
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»Es war ein Auftrag wie jeder andere: Finde das Objekt der Begierde, bring es zu seinem Besitzer zurück und kassiere die Kohle. Fertig. Doch als ich die hübsche junge Frau entdeckte, deren Gesicht mit blauen Flecken übersät war, wusste ich, diesmal ist es anders. Allein ihr Anblick schürte die Wut in mir und brachte meinen Dämon verflucht nah an die Oberfläche. Meine wahre Natur reagierte allergisch darauf, wenn man Frauen misshandelte. Ich befand mich auf heißem Boden, denn der Wunsch dieses Arschloch zu töten, ließ sich nicht mehr kontrollieren.«

Zögerlich übernimmt Balthasar den neuen Auftrag, der mehr als alltäglich erscheint. Er soll Bella, die verschwundene Tochter eines russischen Millionärs, wiederfinden. Der anfängliche Verdacht, dass sie nur weggelaufen sein könnte, verfliegt schnell, als er sich tiefer in den Fall eingräbt.
Sein Einmischen findet nicht bei allen Anklang und so steht er bald selbst im Fokus.
Als es ihm gelingt, die Gesuchte zu finden, zu befreien und nach Hause zu bringen, warten bereits die nächsten Probleme auf die beiden.
Balthasar fühlt sich Bella verpflichtet und verspricht, ihr zu helfen. Kein Problem für einen Dämon, wären da nicht die Gefühle, die seiner Schutzmauer gefährliche Risse zufügen.

Alle Teile sind durch wiederkehrende Figuren und Orte verbunden, aber in sich abgeschlossen.
Empfohlene Lesereihenfolge:

Band 1 – ELIOS – Lieb mich Dämon (Dämonenblut 1)
Band 2 – Balthasar (Dämonenblut 2)
Band 3 – Alir (Dämonenblut 3) – erscheint voraussichtlich Dezember

Leseprobe:
Auf dem Weg zum Auto hatte meine immer noch leicht verwirrte Begleitung kein Wort mit mir gesprochen. Sie wirkte abweisend. Dabei dachte ich, sie hätte nach ihrer Rettung begriffen, dass ich mich nicht zum Spaß in den Kugelhagel gestellt hatte.
Ich sah forschend auf ihre eingesunkene Gestalt und fragte mich plötzlich, ob sie sich überhaupt an das Geschehene erinnerte. Immerhin war sie ziemlich neben der Spur.
Ich schloss die Beifahrertür, setzte mich auf den Fahrersitz und startete den Motor.
Hastig griff sie nach dem Sicherheitsgurt, der abrupt stoppte. Ihre Augen musterten mich misstrauisch und scheu wie die eines Rehs.
Ich hätte ihr nicht sagen sollen, dass ich Rodrigues’ Männer erledigt hatte.
»Warte, ich helfe dir«, sagte ich. Ihre Bewegungen waren noch immer unkontrolliert. Der Schock der Schießerei hatte sie für einen Moment klar werden lassen, doch das Medikament, das eindeutig immer noch ihr Blut beherrschte, kämpfte.
Sie zuckte zusammen, als ich mich über sie beugte, um ihr zur Hand zu gehen. »Ich habe dich gerettet. Schon vergessen?«
Sie schüttelte den Kopf und bereute es augenblicklich. Ihre zusammengepressten Lippen erblassten, während sie mit den Fingerspitzen ihre Schläfen massierte. Ich überlegte kurz, ob ich irgendwo noch ein paar Schmerztabletten einstecken hatte, verwarf die Idee allerdings wieder. Ich wusste nicht, was man ihr verabreicht hatte. Auf einen tödlichen Cocktail hatte keiner von uns Lust. In Gedanken löste ich bereits Devitos Scheck ein, was sich nur umsetzen ließ, wenn ich ihm die Kleine lebend vor die Tür setzte.
»Sie hätten nicht alle töten müssen«, nuschelte sie und schloss immer wieder die Augen.
»Hätte ich nicht.«
Ich sah ihr flüchtig in die Augen und legte den Gang ein.
»Sie bluten!«
Ich sah an mir hinunter. Das Hemd unter dem geöffneten Jackett zeigte einen nassen Fleck.
»Stimmt.« Durch das Adrenalin, das noch immer meinen Körper speiste, hatte ich es nicht bemerkt. Doch beim Anblick des rot verfärbten Stoffs erreichte mich der Schmerz. Jetzt hätte ich doch gern eine Tablette dabeigehabt.
»Oh Gott ... war ... ich das etwa?« Sämtliche Farbe fiel aus ihrem Gesicht.
»Der Großteil ist nicht von mir«, beruhigte ich sie. Eine Lüge. Natürlich sickerte das Blut aus der Schusswunde neben dem Nabel. Mein Körper würde das Projektil bald wieder ausspucken, also machte ich mir keine Sorgen ...

Autor:
Format:Kindle Edition
Seiten:204
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