Aurafeuer

Buchseite und Rezensionen zu 'Aurafeuer' von Andreas Suchanek
4
4 von 5 (3 Bewertungen)

Die Welt, wie du sie kennst, ist eine Lüge! Seit über einem Jahrhundert verbirgt der Wall die magische Gesellschaft vor Menschenaugen, garantiert Friede und Gleichheit zwischen Menschen und Magiern. Doch in den Schatten tobt ein Krieg um die Vorherrschaft. Jenifer Danvers ist eine Lichtkämpferin. Als ihr Freund und Kampfgefährte stirbt, erwacht mit Alexander Kent ein neuer Erbe der Macht, der von ihr in die Welt der Magie eingeführt werden muss. Keiner von beiden ahnt, dass das Gleichgewicht der Kräfte außer Kontrolle geraten ist. Das Böse holt zum großen Schlag aus, um den Wall endgültig zu zerschmettern. Machtvolle Zauber, gefährliche Artefakte, uralte Katakomben und geheime Archive. Erlebe mit an, wie sich die Lichtkämpfer und der Rat des Lichts – Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci, und weitere Größen der Menschheitsgeschichte – gegen die Macht des Bösen stellen.

Format:Kindle Edition
Seiten:336
EAN:

Rezensionen zu "Aurafeuer"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 10. Aug 2017 

    Vielversprechender Start!

    Die Reihen, die der Verlag Greenlight Press herausgibt, erscheinen üblicherweise zunächst als 'Serial' – das heißt, jeden Monat kommt eine neue Folge als eBook heraus, das etwa 120 bis 150 Printseiten entspricht. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht der Verlag außerdem Sammelbände, die jeweils drei Folgen in einem Hardcover zusammenfassen.

    Das erste eBook ist kostenlos zum Reinschnuppern erhältlich. Die weiteren eBooks sind für jeweils €2,49 auch sehr erschwinglich, während man für einen Hardcover-Sammelband €19,95 bezahlt. (Stand: 10. August 2017)

    Mir gefällt das Serial-Format sehr gut, denn die einzelnen Folgen sind ideal für den kleinen Lesehunger zwischendurch! Außerdem hat der Verlag etwas eingeführt, das in meinen Augen jede Buchreihe auf der Welt zum Standard machen sollte: jede Folge beginnt mit einem kurzen 'Was bisher geschah', so dass man immer wieder problemlos in die Geschichte hineinfindet.

    Die Welt, die Andreas Suchanek hier aufbaut, hat mich direkt in ihren Bann gezogen und erschien mir auch gut durchdacht: es gibt Magier und es gibt 'Nimags' (Nichtmagier), vor denen die Magie strengstens geheimgehalten wird. (Hey, der Name macht mehr Sinn als 'Muggle', oder?) Unter den Magiern herrscht aber keineswegs Friede, Freude, Eierkuchen, die Lichtkämpfer und die Schattenkrieger verfolgen nämlich jeweils ganz andere Ziele. Vor 166 Jahren habe sie sich mal zusammengetan, um einen Wall zu erschaffen, der die Welt der Magie vor den Nimags verbirgt – dass der aber die Magie jedes einzelnen Magiers schwächt, betrachten die Schattenkrieger rückwirkend als ganz üblen Dealbreaker.

    Das Magiesystem ist so einfach wie plausibel: jedem Magier wohnt magische Energie in Form eines 'Sigils' inne, und wenn ein Magier stirbt, sucht sich dieses Sigil einen neuen Träger. Es gibt Portale, mit denen man sich quer durch die ganze Welt teleportieren kann, es gibt Geheimbünde und Prophezeiungen und Unsterbliche... Dabei baut der Autor viele liebevolle Details ein, und das nicht nur spannend, sondern auch mit viel Humor. Originell fand ich zum Beispiel, dass die Lichtkämpfer von einem Rat angeführt werden, dem unter anderem Johanna von Orléans, Leonardo da Vinci und Albert Einstein angehören!

    Die Charaktere kann man auf den relativ wenigen Seiten der ersten Folge zwar noch nicht wirklich tiefgehend kennenlernen, aber sie zeigen meines Erachtens alle viel Potential. Allen voran Alexander Kent, ein frustrierter junger Mann aus einem miesen Milieu, der sich von einer Minute auf die nächste unverhofft als Magier wiederfindet – und die Idee angesichts seiner bisher quasi nicht vorhandenen Zukunftsaussichten ziemlich cool findet. Er hat zwar seine Fehler und Schwächen, manchmal könnte man ihn schütteln, wenn er den Macho raushängen lässt – aber bei seiner Hintergrundgeschichte hätte ich auch keinen Ritter in strahlender Rüstung auf weißem Ross erwartet!

    Jennifer 'Jen' Danvers ist eine starke Frauenfigur, die bisher keine Anstalten zeigt, sich zum Prinzesschen in Nöten zu entwickeln, was für mich immer schon ein Pluspunkt ist! Definitiv eine Figur mit Ecken und Kanten, die dennoch sympathisch ist.

    Vieles an der Geschichte ist ziemlich typisch für Fantasy, wie zum Beispiel die Aufteilung der Magier in helle und dunkle Magie, aber den Verlauf der Handlung fand ich dennoch unterhaltsam. Denn was Andreas Suchanek auf dieser Grundlage schreibt, ist dann doch sein ganz eigenes Ding und kein 'Chroniken der Unterwelt 2.0' oder Ähnliches – oder zumindest erscheint es mir nach der ersten Folge so, und ich hoffe mal, dass es auch so bleiben wird!

    Der Schreibstil ist meist umgangssprachlich und locker und liest sich wunderbar runter. Manchmal kamen die ganz großen Emotionen bei mir jedoch nicht so recht an, aber ich bin gespannt, wie sich das in den Folgebänden entwickeln wird, wenn man die Charaktere besser kennt.

    Fazit:
    "Das Erbe der Macht" ist Urban Fantasy im 'Serial'-Format: jeden Monat erscheint eine Folge der Serie als eBook, und jedes eBook hat nur etwa 150 Seiten, kostet dafür aber auch nur €2,49 – bis auf diesen ersten Band, denn der ist kostenlos.

    "Aurafeuer" ist ein vielversprechender erster Band, der den Leser in Welt und Magiesystem einführt und ihm die wichtigsten Charaktere vorstellt. Bisher ist die Geschichte spannend und unterhaltsam, mit einer guten Prise Humor, und ich hoffe, dass sie ihr Potential in den weiteren Bänden noch weiter entfaltet. Ich würde es als sehr leichte, lockere Urban Fantasy bezeichnen – vielleicht nicht das Richtige für Lesende, die Fantasy a là Tolkien oder George RR Martin erwarten, sondern eher für Fans von Cassandra Clare, Jennifer Estep oder Rachel Vincent.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 27. Dez 2016 

    Nimags

    Den junge Alexander Kent hat es nach einer Partynacht in etwas desolatem Zustand auf einen Friedhof verschlagen. Deshalb glaubt er zunächst kaum, dass dieses grüne Ding, welches auf ihn zu raste, wirklich sein könnte. Doch schon bald wird er in den Unterschlupf der Lichtkämpfer gebracht, wo er über die Veränderungen aufgeklärt wird, die er erfahren hat. Ein Magier ist gestorben und Alex ist auserwählt, sein Erbe anzutreten. Zwar wird Magie nur noch im Verborgenen gewirkt, doch es scheint ein ewiger Kampf zu herrschen zwischen Licht und Schatten. Trotz der Querelen herrscht ein Gleichgewicht und genau dieses scheint durch die aktuellen Ereignisse bedroht.

    Nachdem die Ausgangslage grob umrissen ist, geht es gleich sehr actionreich los. Mit dramatischen Worten wird der Tod des Lichtkämpfers Marc Fenton beschrieben und die Hilflosigkeit seiner Team-Partnerin Jen, die machtlos zu sehen muss wie Marcs Leben verlischt. Alex, der als normaler Mensch aufgewachsen ist, als Nichtmagier (Nimag), hat einige Probleme sich bei den Lichtkämpfern anzupassen. Seine frotzelnde Sprache will nicht so recht zu der der anderen passen. Und zunächst schlägt er mehr über die Stränge als das er irgendwie als Unterstützung gelten könnte. Doch hin und wieder blitzt bereits etwas seiner Fähigkeiten auf.

    Mit seinem geschickt zusammengewürfelten Personal schafft es Andreas Suchanek, seine Leser sofort zu fesseln und zu überraschen. Schnelle Szenenwechsel, eingestreute Informationssplitter, die die Geheimnisse zunächst noch geheimnisvoller erscheinen lassen, ermöglichen es, sich in diese Fantasy-Welt hinein zu denken. Neugierig blättert man von Seite zu Seite, um zu ergründen, wie die Dinge zusammenhängen könnten. Bei dem vorliegenden Band handelt es sich dabei um den ersten einer sechsteiligen Reihe von Kurzromanen, die die Tradition der Heftromane wieder aufleben lassen. Die Seitenzahlen der einzelnen Bände bewegen sich um etwas über hundert Seiten und der Erscheinungsturnus ist recht kurz. Wenn man also ein Anhänger solcher Serien ist, wird man hier gut bedient. Bevorzugt man allerdings kürzere Reihen oder Standalones, könnte man versucht sein, auf eine Gesamtausgabe zu warten. Unabhängig davon unterhält dieser Serienstart bestens mit einer spannenden Story und sympathischen Protagonisten.

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Okt 2016 

    Die Gegner der Schattenfrau

    Klappentext:
    Die Welt, wie du sie kennst, ist eine Lüge!
    Seit über einem Jahrhundert verbirgt der Wall die magische Gesellschaft vor Menschenaugen, garantiert Friede und Gleichheit zwischen Menschen und Magiern. Doch in den Schatten tobt ein Krieg um die Vorherrschaft. Jenifer Danvers ist eine Lichtkämpferin. Als ihr Freund und Kampfgefährte stirbt, erwacht mit Alexander Kent ein neuer Erbe der Macht, der von ihr in die Welt der Magie eingeführt werden muss.
    Keiner von beiden ahnt, dass das Gleichgewicht der Kräfte außer Kontrolle geraten ist. Das Böse holt zum großen Schlag aus, um den Wall endgültig zu zerschmettern.
    Machtvolle Zauber, gefährliche Artefakte, uralte Katakomben und geheime Archive. Erlebe mit an, wie sich die Lichtkämpfer und der Rat des Lichts – Johanna von Orleans, Leonardo da Vinci, und weitere Größen der Menschheitsgeschichte – gegen die Macht des Bösen stellen.

    Rezension:
    Jenifer, genannt Jen, und 5 andere Lichtkämpfer bilden ein Team, das genau wie die anderen Lichtkämpfer für den Erhalt des magischen Friedens kämpft. Angeführt werden sie von einer Gruppe Unsterblicher. Ihre Gegner sind die Schattenkämpfer, hinter denen ebenfalls Unsterbliche stehen. Als Jen und Mark bei einem Einsatz in eine Falle geraten, wird letzterer getötet. Doch wenn ein Träger magischer Macht stirbt, sucht diese sich einen neuen Wirt, in diesem Fall Alexander. Trotz der Trauer um ihren verstorbenen Freund müssen die verbleibenden Mitglieder des Teams Alexander finden und in die Magie einweihen. Doch dabei müssen sie feststellen, dass außer Licht- und Schattenkämpfern noch andere Gruppen aktiv sind, deren Ziele alles andere als offensichtlich sind. Und die Unsterblichen, die sie anführen, scheinen auch nicht mit offenen Karten zu spielen …
    „Aurafeuer“ stellt den Start der neuen Urban-Fantasy-Reihe „Das Erbe der Macht“ dar, die dem gewohnten Muster anderer bei Greenlight Press veröffentlichter Fortsetzungsserien folgt. Wie dort gewohnt ist auch diese Reihe in Staffeln zu je 12 Bänden unterteilt. Auch der Autor (und Verlagsinhaber) Andreas Suchanek ist in diesem Zusammenhang kein Unbekannter, stammen aus seiner Feder (oder wohl eher Tastatur) doch schon die erfolgreichen Reihen „Ein MORDs-Team“ und „Heliosphere 2265“. Nach All-Age-Mystery-Krimi und SciFi nun Urban Fantasy. Seinem gewohnten und bewährten Stil und Storyaufbau bleibt er auch bei seinem neuesten Kind treu, sodass man allen, die die erwähnten Reihen kennen, in dieser Hinsicht wohl nichts erklären muss. Für alle anderen sei erwähnt, dass „Aurafeuer“ in einem gut lesbaren Stil verfasst sowie sorgfältig lektoriert und korrigiert ist. Wie es beim Start in eine neue Reihe zu erwarten ist, werden in diesem Band natürlich weitaus mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet – wobei ich dem Autor in dieser Hinsicht natürlich pure Absicht unterstellen muss. Wer diesen Band gelesen hat, wird wohl kaum auf die Fortsetzung verzichten wollen.

    Fazit:
    Ein gelungener Start in eine neue Urban-Fantasy-Reihe, der Lust aufs Weiterlesen macht.

    Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: rezicenter.wordpress.com