Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Buchseite und Rezensionen zu 'Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner' von Kerstin Gier
3
3 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner"

Was würden Sie ändern, wenn Sie die letzten fünf Jahre noch einmal leben könnten? Kati ist mit Felix glücklich, aber inzwischen hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen - und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist - fünf Jahre zuvor. Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen - und sich für den richtigen Mann entscheiden...

Ein Hörbuch über die große Liebe und das kleine Glück. Und über die Schwierigkeiten, das Schicksal zu überlisten.

Autor:
Format:Hörbuch-Download
Seiten:0
Verlag: Lübbe Audio
EAN:

Rezensionen zu "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner"

  1. Recht unterhaltsame Dreiecksgeschichte...

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 26. Aug 2017 

    Kati ist mit Felix glücklich, aber inzwischen hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen - und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist - fünf Jahre zuvor. Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen - und sich für den richtigen Mann entscheiden ...

    Der Klappentext sagt eigentlich alles, was man im Vorfeld zum Inhalt wissen sollte, weshalb ich mich auch lieber gleich anderen Gesichtspunkten widmen möchte. Überraschend war für mich der Zeitsprung in der Geschichte, nachdem Kati von einer U-Bahn erfasst wurde und fünf Jahre vor dem Unfall wieder aufwachte. Als 'Future-Woman' versucht Kati im Anschluss, dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen und alles besser zu machen. Doch was ist eigentlich 'besser'?

    Gewohnt quirlig spritzig schreibt Kerstin Gier hier drauf los und lässt die ebenso quirlige Kati kaum einmal Luft holen. Drunter und drüber geht es hier um das Thema Liebe und Lebensziel und um die Frage, was man wohl anders machen könnte und sollte, wenn man die Chance bekäme, sein Leben (oder Teile davon) noch einmal zu leben. Der Leser/Hörer begleitet Kati dabei hautnah und durchlebt mit ihr zahlreiche komische Situationen mit oftmals recht humorvollen Dialogen.

    Die Charaktere sind sympathisch - aber allesamt klischeehaft gezeichnet. Vermutlich ist das bei einem Buch dieses Formats auch nicht anders zu erwarten, aber manchmal geht mir dieses ewige testosterongesteuerte Machogehabe der Kerle und das naive Blondchengetue der Frauen doch auf den Senkel. Auch dass die Männer natürlich allesamt beruflich höchst erfolgreich sind (Arzt, Manager, leitender Angestellter), die Frauen dagegen schon fast dankbar sein dürften, jahrelang auf dem selben Angestellten-Posten festzusitzen, könnte man doch auch mal anders gestalten. Immerhin hat Kerstin Gier hier gelegentlich einige Klischees auf die Schippe genommen, was mir gut gefallen hat.

    Das Besondere an dieser vollständigen Hörbuchfassung (7 h 23 min) ist, dass Kerstin Gier selbst liest. Vor allem zu Beginn hatte ich dabei große Mühe, der fast schon hektischen Lesung zu folgen, weshalb ich manche Passagen mehrfach hören musste, um den Anschluss nicht zu verlieren. Doch einmal daran gewöhnt, merkte ich schon, dass dieses oftmals rasante Sprechtempo recht gut zu Katis sprunghafter und aufgekratzter Persönlichkeit passte, und auch die Betonungen im Text waren dadurch, dass die Autorin hier selbst vortrug, natürlich überzeugend.

    Insgesamt eine nette Unterhaltung für zwischendurch, wenn man sich durch die letztendliche Vorhersehbarkeit und das Bedienen zahlreicher Klischees nicht gestört fühlt.

    © Parden