Auentod: Der zweite Fall für Kommissar Voss

Rezensionen zu "Auentod: Der zweite Fall für Kommissar Voss"

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 29. Nov 2015 

    Ermitteln über die Grenzen hinaus

    Auenland ist der zweite Fall von Kommissar Voss, den es von Stuttgart wieder in seine Heimat nach Bad Freienwalde gezogen hat.
    Dort lebt er bei seiner betreuungsbedürftigen Mutter die von der polnischen Pflegerin Maja gut versorgt wird.
    Wie es so kommt hat aber auch Voss eine Auge auf Maja geworfen.
    Nun will er eigentlich mit seiner heimlichen Liebe Maja zu einer Hochzeit nach Polen und dort ein paar Tage ausspannen.
    Doch leider ist Maja kurz nach dem Hochzeitsmorgen verschwunden und alles spricht am Anfang für eine Entführung.
    Kurz darauf erfährt er dann von seinem Kollegen das man einen toten Softwareentwickler gefunden hat.
    Und auf einmal pendelt Voss zwischen Polen und Brandenburg hin und her um zwei Fälle gleichzeitig zu lösen.
    Immer mehr verdichtet sich das Maja evtl. in kriminelle Machenschaften verwickelt ist, die im Autoschmuggelmilieu zu tun haben.
    Und auch der Tote in Brandenburg scheint wohl in der Autobranche gearbeitet zu haben.
    Und immer mehr kommen ihm Zweifel über seine Beziehung zu Maja, er merkt das er viel zu wenig von ihr zu wissen scheint als er gedacht hatte.
    Wo steckt Maja und was hat sie mit dieser ganzen Sache zu tun? Inwieweit steckt der Tote Softwareentwickler darin?
    Diese Fragen kann euch nur das Buch beantworten.

    Meine Meinung:
    Ich kannte bisher den Autor nicht und auch den ersten Band habe ich nicht gelesen.
    Aber ich muss sagen natürlich kann man keinen reißenden Thriller erwarten, den dann wird man sicher enttäuscht sein.
    Jedoch weiß Maxim Leo sehr wohl den Leser zu packen in dem er immer wieder die Handlung etwas auffrischt und
    das Buch somit auch sehr interessant hält.
    Der Schreibstil ist flüssig und auch die Handlung selber fand ich jetzt bis auch ein paar wenige Ausnahmen sehr gut.
    Man erfährt auch einiges von der Region dem Auenland,der polnischen Autoschiebebranche und über den Kommissar und sein
    Privatleben.
    Wer allerdings viel Action und Spannung liebt der wird sicher enttäuscht sein, den bis auf wenige Stellen wurde das eher flach gehalten.
    Und trotzdem hat mich das Buch gefesselt, weil immer was neues passiert und man dadurch wissen will wie es weitergeht.
    Zu viel Spannung würde auch zu der Person Voss gar nicht passen, weil ich ihn mir eher als Kopfmensch vorstellen konnte.
    Die Krimileser jedoch die gerne über Ermittlungsarbeit, privates Umfeld usw. mehr erfahren möchten werden das Buch lieben.
    Das Cover gefiel mir gleich am Anfang schon sehr gut, die warmen Farben und die Landschaft passen gut zum Titel und zur Geschichte.

    Von mir bekommt er wegen den minimalen Schwachpunkten 4 von 5 Sternen

  1. bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Nov 2015 

    Auentod - Geheimnisse im Oderbruch

    Kommissar Voss hat sich von Stuttgart in den Oderbruch versetzen lassen, er tat es aus persönlichen Gründen, seine pflegebedürftige Mutter lebt dort. Das Eingewöhnen fällt ihm nicht ganz leicht, die Landschaft und der Menschenschlag sind für ihn fremd. Bei der Pflege der Mutter geht ihm eine polnische Pflegerin zu Hand, die auch im Haus wohnt. Maja ist eine nette junge Frau und es kommt zu einen losen Verhältnis der Beiden. Dann bittet Maja ihn, sie auf eine Hochzeit in Polen zu begleiten - als Single möchte sie da nicht erscheinen - und Voss willigt ein. Majas Verhalten dort verunsichert und verwirrt ihn, nicht nur dass sie ihn als ihren Verlobten vorstellt – so hatte er sich das nicht gedacht – sie trinkt sehr viel und am nächsten Tag ist sie verschwunden. Offensichtlich wurde sie entführt, ein Onkel, der leidlich Deutsch spricht, begleitet Voss zu Polizei. Dort kommt es gleich zu einem Zusammenstoss mit der polnischen Kommissarin, die sofort ihre Grenzen absteckt und Voss jede Kompetenz und Mitarbeit abspricht, obwohl er trotzdem auf eigene Faust ermittelt.
    Zwischenzeitlich muss Voss zurück, ein IT-Spezialist ist unter seltsamen Umständen auf einer Baustelle tot aufgefunden wurden. Auch hier scheint es Verbindungen zu Maja geben. Im Spannungsfeld der deutsch-polnischen Grenzregion entwickelt sich ein spannender Fall, der Voss herausfordert. Immer öfter stellt er sich die Frage: wer ist Maja wirklich, war es wirklich Zufall, dass sie die Pflegestelle in seinem Haus annahm und was steckt hinter ihrem ominösen Verhalten.
    Eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt in diesem Roman die Landschaft des Oderbruchs, sicher keine liebliche Gegend, eher herb, genau wie die Bewohner. Sie erschließt sich ersten auf einen zweiten Blick, aber dafür intensiver, das ist hier schön beschrieben. Das es der zweite Roman um Kommissar Voss ist, macht dem neuen Leser nichts aus, es wird zwar ein-zweimal auf „Waidmannstod“ angespielt, aber das hat keinen Einfluss auf die Krimihandlung und macht eher Lust, den ersten Band zu lesen.

    Maxim Leo ist eine Empfehlung für Leser anspruchsvoller deutscher Krimis, die ansonsten eher vom Etikett "Regionalkrimi" abgeschreckt werden. Hier finden sie ein Buch, das Spannung, guten Stil und einen stimmigen Plot vereint.