Ans Messer geliefert

Buchseite und Rezensionen zu 'Ans Messer geliefert' von Jeffery Deaver
4
4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ans Messer geliefert"

In den Storys der Reihe "Bibliomysteries" geht es immer um Kriminalfälle, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Format:Kindle Edition
Seiten:53
Verlag: Knaur eBook
EAN:

Rezensionen zu "Ans Messer geliefert"

  1. Kann ein Bibliophiler ein Verbrecher sein?

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 01. Dez 2015 

    Alonso Maria Carillo, genannt Cuchillo, das Messer, ist der Chef eines mexikanischen Drogenkartells. Und obwohl er sonst nicht gerade zimperlich ist, hat er doch ein durchaus schöngeistiges Hobby: Er sammelt wertvolle alte Bücher. Bisher war der Mann nicht zu fassen. Aber so eine Schwäche fürs Bibliophile bietet natürlich Angriffspunkte...

    "Ich meine, dass die Autoren von Krimis und Unterhaltungsliteratur überhaupt oft die besseren Handwerker sind als die sogenannten Literaten. Und die Leser wissen das. Ihnen ist eine gut erzählte Story allemal lieber als hochgestochenes, manieriertes Schrifttum."

    Diaz und Evans heißen die beiden Männer, die den dringenden Auftrag erhalten haben, den mutmaßlichen mexikanischen Drogenbaron Alonso Maria Carillo zu töten, bevor noch mehr Unheil geschieht. Ein schwieriges Unterfangen, denn der Geschäftsmann lebt auf einem hochgesicherten Grundstück, wo niemand unbemerkt und ungewollt eindringen kann. Die einzige Möglichkeit, die den beiden schließlich einfällt, ist, die große Schwäche des 'Messers' auszunutzen - seine offensichtlich unersättliche Leidenschaft für Bücher. Stolze 22.000 Klassiker beherbergt der Bibliophile in seiner privaten Bibliothek, und stets ist er auf der Jagd nach weiteren Besonderheiten. Bei einem unschlagbaren Angebot kann er doch sicher nicht 'nein' sagen?

    "Drogenbarone und ihre Handlanger kann man ungestraft aus dem Verkehr ziehen. 22.000 Klassiker zu opfern, ist unverzeihlich. Das ist ein Sakrileg, das keine Karriere übersteht."

    Für einen Kurzkrimi fand ich das Buch überraschend unterhaltsam und intelligent gestrickt. Zweifel (ist Cuchillo tatsächlich der Drogenbaron, für den ihn viele halten?) und falsche Fährten sorgen für Spannung auf kleinem Raum. Kann ein Bibliophiler überhaupt ein Verbrecher sein?

    Ein netter Auftakt der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

    Ich freue mich auf mehr!

    © Parden

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