Alles in Blut

Buchseite und Rezensionen zu 'Alles in Blut' von Ole R. Börgdahl
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5 von 5 (2 Bewertungen)

Er liegt auf dem Bett in einem Hotelzimmer. Er ist nackt und er ist tot. Es gibt keinen Namen, kein Motiv, keine Täter. Kriminaloberkommissar Kurt Bruckner erhofft sich bei diesem acht Jahre alten Cold Case Hilfe vom ehemaligen US-Profiler Tillman Halls. Anstatt aber die Ermittlungen entscheidend weiterzubringen, beschert Halls der Hamburger Kriminalpolizei eine weitere Leiche, die zudem auch noch verschwunden ist. Können Bruckner und Halls das Rätsel dieses ungewöhnlichen Falles lösen?

Format:Kindle Edition
Seiten:257
EAN:

Rezensionen zu "Alles in Blut"

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 31. Mai 2016 

    Ungelöste Kriminalfälle

    Kurt Bruckner ist ein Ermittler in Hamburg und kümmert sich um alte ungelöste Kriminalfälle. Dieser eine Fall, ein Toter in einem Hotelzimmer ohne bekannte Identität hat es in sich. Auf der Suche nach Unterstützung stößt Bruckner auf Tillman Halls. Der war früher in den USA beim FBI ein sogenannter Profiler. Jetzt lebt er mit seiner Familie in Deutschland und ist Immobilienmakler. Bruckner versucht Tillman zu einer Mitarbeit zu überreden und es gelingt ihm sein Interesse an diesen Fall zu wecken. Beide versuchen aus den wenigen vorhandenen Spuren noch irgendetwas Verwertbares zu finden. Immerhin sind zehn Jahre seit dem Todesfall vergangen. Und plötzlich durch einen ganz dummen Zufall stoßen sie auf einen weiteren ungeklärten Todesfall, der Jahre später fast am gleichen Ort geschah und auch nie aufgeklärt wurde. Plötzlich ist dieser zweite Todesfall fast interessanter als der erste. Bereits bei diesem Todesfall können beide etliche Versäumnisse aufklären und erzielen so wichtige Ergebnisse.

    Aber ob beide Todesfälle aufgeklärt werden können und auch ob diese vielleicht sogar zusammenhängen, das sollte schon jeder selbst lesen.

    Das Buch liest sich deshalb so gut, weil die gesamte Handlung aus der Sicht von Tillman geschrieben wurde. Während des Lesens seiner Gedanken merkt man schnell, dass er als Profiler mitunter eine ganz andere, besondere Sicht auf die Dinge hat. Er nimmt seine Umwelt offensichtlich viel genauer wahr und so finden auch seine Ermittlungen statt. Wir dürfen als Leser an diesen detailierten Untersuchungen teilhaben. Diese sind extrem interessant und erweitern dabei auch noch den eigenen Horizont. Dabei gelingt es dem Autor den Spannungsbogen der Handlung stetig zu steigern.
    Je weiter ich im Buch vorankam, desto mehr Fragen stellten sich mir. Schafft es Ole Börgdal diese einzelnen Fragmente zusammen zu bekommen? Und wie er es schafft! Am Ende gelingt es ihm alle losen Fäden zusammen zu führen und die noch offenen Fragen in einem spannenden Finale zum Abschluss zu bringen.

    Mir haben diese beiden Ermittler, die eine besondere Art hatten miteinander umzugehen, ungemein gut gefallen. Ich habe gesehen, es gibt weitere Fälle mit ihnen. Diese werde ich auf jeden Fall auch lesen.

    Wer Lust hat, sich diesen spannenden und doch etwas anderen Krimi zu Gemüte zu führen, dem kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Ich vergebe hier verdiente 5 Lesesterne.

  1. bewertet:
    5
    (5 von 5 *)
     - 30. Mai 2016 

    Der unbekannte Tote im Hotelzimmer

    Tillman Halls ein ehemaliger amerikanischer Profiler, hat sich in Hamburg mit seiner Familie eine neue Existenz aufgebaut. Er arbeitet als Immoblienmakler im Betrieb des Schwiegervaters und wird eines Tages von Kurt Bruckner angesprochen. Kurt Bruckner ein Kriminaloberkommissar der Hamburger Polizei hat einen 8 Jahre alten Cold Case Fall und bittet Halls um Hilfe. In einem Hotelzimmer fand man einen nackten Toten bei dem man bis heute keine Identität herausgefunden hatte. Da der Tote anonym eingeäschert wurde haben Halls und Bruckner auch wenig Anhaltspunkte, allein anhand alter Tatortfotos und der Akte müssen sie weitere Informationen herausbekommen. Halls geschulten Augen entgeht nichts, er sieht sofort etwas wo sie anfangen können neu zu ermitteln. Und so kommen sie irgendwann zu einer zweiten Toten die, wie sie im nachhinein feststellen, doch etwas mit dem anonymen Toten zu tun hat. So recherchiert Halls zwischen Immobilientätigkeit immer weiter und findet eine Spur nach dem anderen.Unter anderem finden sie auch den Leichnam der zweiten Toten und kommen dadurch auch immer näher an die Identität des anonymen Toten. Bis es dann am Ende noch sehr gefährlich für die beiden Ermittler wird.

    Meine Meinung:
    Für mich war es der erste Roman des Autors und auch mein erster Krimi eines skandinavischen Schriftstellers der mir sehr gut gefallen hat. Es ist eine ganz andere Art von Krimi, den dieser lebt viel allein von der Ermittlungsarbeit von Halls /Bruckner. Allerdings ist diese Ermittlungsarbeit so interessant,spannend und gut recherchiert das man total von diesem Buch gefesselt ist. Ich bin sonst auch eher der Krimileser mit mehr Action, aber ich muss sagen bei diesem Buch hat selbst mir das ermitteln richtig Spaß gemacht. Ole R. Börgdahl weiß wie er seine Leser fesseln kann, bei ihm ist der Weg das Ziel. Also sprich die Ermittlungen müssen gut,möglichst immer präzise sein um eine gelungenen Krimi zu Ende zu bringen, was ihm bei diesem auf alle Fälle gelungen ist. Das Duo Halls/Bruckner ist eines von dem man definitiv noch mehr lesen wird. Und inzwischen sind auch noch drei weitere Bücher mit den beiden Ermittlern erschienen. Wer also gerne Cold Case Fälle oder Krimis mit Profilern liebt der ist hier richtig,von daher von mir 5 von 5 Sterne.