Adria mortale - Bittersüßer Tod: Kriminalroman

Buchseite und Rezensionen zu 'Adria mortale - Bittersüßer Tod: Kriminalroman' von Margherita Giovanni
3.5
3.5 von 5 (2 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Adria mortale - Bittersüßer Tod: Kriminalroman"

Sommer 1958. Für die deutschen Touristinnen Sonja und Elke ist es das große Abenteuer: Mit ihrem Roller fahren die jungen Frauen nach Italien in den Urlaub. In einem kleinen Dorf an der Adriaküste steigen sie in der Pension von Federica Pellegrini ab. Ein paar Tage später wird der Lehrer des Ortes tot aufgefunden, mit dem Elke zuvor geflirtet hat. Die beiden fürchten, unter Mordverdacht zu geraten. Zum Glück nimmt Federica sich des Falles an und ermittelt auf eigene Faust. Sehr zum Missfallen von Commissario Garibaldi, der anreist, um herauszufinden, wer den Mann aus dem Weg räumen wollte. Und Garibaldi ist nicht der Einzige, dem Federica auf die Füße tritt ...

Format:Broschiert
Seiten:384
Verlag: Lbbe
EAN:9783785727386

Diskussionen zu "Adria mortale - Bittersüßer Tod: Kriminalroman"

Rezensionen zu "Adria mortale - Bittersüßer Tod: Kriminalroman"

  1. Willkommen in den fünfziger Jahren

    bewertet:
    3
    (3 von 5 *)
     - 07. Jun 2021 

    Elke und Sonja fahren gemeinsam mit Elke's Roller nach Italien.An der Adria wollen sie Urlaub machen. In einem Dorf lernen die zwei Kilian Rossi kennen der ihnen eine Unterkunft in einer Pension besorgt.Wenig später wird er tot aufgefunden.Der Naturschützer hatte etwas gegen den geplanten Campingplatz der aber den Tourismus fördern soll.Commissarrio Lorenz Garibaldi verdächtigt Sonja und Elke Kilian Rossi ermordet zu haben.

    Der Schreibstil ist ruhig etwas dichter und zugleich leicht zu lesen. Die Spannung nimmt nach dem ersten Drittel zu und steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Die Protagonisten passen ausgezeichnet in diesen Krimi und sind glaubhaft.Allerdings brauchte ich eine gewisse Zeit um die verschiedenen Charakteren auseinanderzuhalten.

    Fazit:Urlaub in Italien im Sommer 1958.Dieser Krimi ist nostalgisch und ich tauchte ab in den Flair der fünfziger Jahre.Retro viel mir gleich nach dem Prolog ein.Die Geschichte fängt sehr ruhig an so konnte ich mich gut in das Buch hineinlesen.Die Autorin beschreibt sehr bildhaft und detailliert diesen Krimi.Dadurch wirkte er auf mich opulent und mit seinen fast vierhundert Seiten ist er es ja auch fast.Zwischendurch war er für mich allerdings etwas langatmig,da hatte ich das Gefühl die Story zog sich etwas hin.Es ist ein tolles Sommerbuch mit einem Hang zum Cosy-Krimi aber in meinen Augen ist er nicht kurzweilig zu lesen.Ein Krimi für zwischendurch ist dieses Buch nicht. Man sollte sich schon etwas Zeit zum lesen nehmen.Trotzdem ist es eine schöne Reise die den Leser in die fünfziger Jahre zurück versetzt.

  1. Tödliche Adria

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 30. Mai 2021 

    Ende der Fünziger Jahre war ein Italien-Urlaub ein Traum für Deutsche. So machen sie auch die jungen Frauen Elke und Sonja mit ihrem Motorroller auf den Weg. Als sie sich verfahren und dann auch noch das Benzin knapp wird, stranden sie in Pesaro del Monte. Aber der charmante Signor Rossi überzeugt sie vom kleinen unbekannten Ort und in der hübschen Pension der Signora Pellegrini finden sie eine günstige Unterkunft.

    Doch dann wird Signor Rossi tot an einem Feldweg gefunden und gleich mehrere Dorfbewohner geraten unter Verdacht. Als dann noch in Federica Pellegrinis Schuppen ein Glas mit Rattengift gefunden wird, beschließt sie, selbst ein wenig zu schnüffeln und sich nicht allein auf Commissario Garibaldi zu verlassen.

    An diesem Krimi hat mir vor allem der ganze Hintergrund gefallen. Die Frühzeit des Tourismus in Italien, Urlauber aus Deutschland, die misstrauisch Spaghetti beäugen und ihnen dann mit Messer und Gabel zu Leibe rücken. Rückständige Dorfbewohner die jede Neuerung ablehnen und den aufkeimenden Tourismus mit Sorge sehen und die anderen, die da das große Geschäft wittern. Rossi war ein Landschaftsschützer und offensiv gegen Ausbaupläne, vielleicht auch ein Motiv für seinen Tod oder war doch eher sein Ruf als Verführer?

    Die Autorin – der italienische Name ist das Pseudonym einer deutschen Schriftstellerin – hat dieses Dorf und seine Bewohner fabelhaft ausgestaltet. Man findet jeden Typ: den gerissenen Geschäftsmann, den schmachtenden Jüngling, das schüchterne junge Mädchen, ein frustriertes spätes Mädchen und eine ganze Reihe klatschsüchtiger Matronen, vor denen nichts verborgen bleiben kann. Federica Pellegrini ist die Außenseiterin, sie ist Witwe, stammt aus dem Süden und trägt Hosen! Kein Wunder, dass alle sie gern als Täterin sähen.

    Der Krimi selbst entwickelt sich eher langsam. Ein typischer Cosy Crime, der eher unterhalten, als durch atemlose Spannung auffallen möchte. Das sorgte bei mir für einen kleinen Durchhänger in der Mitte des Buches, allerdings wird das durch die tolle Stimmung aufgefangen. Die Auflösung ist durchaus überraschend und sehr menschlich.

    Elke und Sonja werden um einige Erfahrungen reicher aus dem Urlaub zurückfahren. So wie sie mit dem Beginn des Buches auftauchen, entschwinden sie am Ende auch wieder. Den gelungen gewählter Untertitel sollte man nicht überlesen.

    Ein schöner Sommerkrimi, unterhaltsam und stimmungsvoll.