Ach, Virginia

Buchseite und Rezensionen zu 'Ach, Virginia' von Kumpfmüller, Michael
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4 von 5 (1 Bewertungen)

Inhaltsangabe zu "Ach, Virginia"

Wie kaum eine Frau ihrer Zeit steht Virginia Woolf für das Ringen um Eigenständigkeit, um Raum für sich, um eine unverkennbare Stimme. Ihr Leben war überreich an allem – auch an Düsternissen. Michael Kumpfmüller hat einen sprachmächtigen, kühnen Roman über die letzten zehn Tage ihres Lebens geschrieben. Im März 1941 gerät die berühmte Schriftstellerin in ihre letzte große Krise: Sie hat soeben ein neues Buch beendet, über das kleine Cottage im Süden Englands, das sie mit ihrem Mann Leonard bewohnt, fliegen deutsche Bomber. Sie führt das Leben einer Gefangenen, die nicht weiß, wie und wohin sie ausbrechen soll – und am Ende entscheidet sie sich für den Fluss. Diese letzten Tage Virginia Woolfs beschwört Michael Kumpfmüller in seinem neuen Roman eindrücklich herauf. Er zeichnet das Bild einer Person, die in Auflösung begriffen scheint und sich auf die Reise in den Innenraum macht, der eine Welt voller Schrecken und eben auch Wunder ist. »Ach, Virginia« ist ein literarisches Porträt auf kleinstem Raum, aber es ist noch mehr – ein leidenschaftliches Plädoyer für das Leben, ein Versuch der Annäherung, an dessen Ende die Erkenntnis steht, dass man nicht alles billigen muss, was man nachvollziehen kann.

Format:Gebundene Ausgabe
Seiten:240
Verlag:
EAN:9783462049213

Rezensionen zu "Ach, Virginia"

  1. Die letzten Tage der Virginia Wool

    bewertet:
    4
    (4 von 5 *)
     - 03. Mai 2021 

    Virginia Woolf lebt mit ihrem Mann Leonard zurückgezogen auf dem Land. Sie flüchten vor dem zerbombten London im zweiten Weltkrieg. Trotzdem ist Virginia Woolf auch auf dem Land mit dem Krieg konfrontiert. Mehrmals täglich fliegen Kriegsflugzeuge über das Haus. Diese Art von Bedrohung belastet sie sehr. Sie macht wieder eine schlechte psychische Phase durch und diese Art von Bedrohung schwächt ihre Konstitution noch mehr. Sie hört Stimmen, hat Halluzinationen und kommt nur mit Mühe aus dem Bett. Das Essen ist für sie eine Qual. Darüber hinaus fühlt sie sich von ihrem Mann beobachtet und kontrolliert. Seine Liebe und Fürsorge ist für sie eine Bedrohung. Sie möchte auch nicht mehr in die Psychiatrie.

    Für sie ist es klar, dass es für sie keine Heilung mehr gibt und sie sucht Möglichkeiten, um sich umzubringen. Auch um Leonard wieder ein Leben ohne sie möglich zu machen, da sie sich selbst als eine Belastung für Leonard empfindet.

    Eigene Meinung:

    Die ersten Seiten haben mich sofort mitgenommen in dieses Setting, der Enge, der Gedanken und der Halluzinationen. Leider flachte das Buch von der Qualität in der Mitte wieder ab. Es gab viele Wiederholungen, unwahrscheinliche Symptomatiken. Aber gegen Ende hat das Buch mich wieder gefangen und abgeholt.

    Alles in allem war es doch ein sehr stimmiges Buch, welches man nur lesen sollte, wenn es einem selbst gut geht!