Jenny Erpenbeck (* 12. März 1967 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Regisseurin und Schriftstellerin.Von 1988 bis 1990 studierte sie Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

1997 übernahm Erpenbeck eigene Inszenierungen in Graz (z. B. Erwartung von Arnold Schönberg, Herzog Blaubarts Burg von Bartók sowie die Uraufführung ihres eigenen Stücks Katzen haben sieben Leben). Als freischaffende Regisseurin inszenierte sie ab 1998 an verschiedenen Häusern in Deutschland und Österreich, darunter Monteverdis L’Orfeo in Aachen, Händels Acis und Galathea an der Staatsoper Berlin und Wolfgang Amadeus Mozarts Zaide in Nürnberg/Erlangen.

Neben ihrer Regiearbeit schlug Erpenbeck in den 1990er Jahren die schriftstellerische Laufbahn ein. Sie ist Verfasserin von erzählender Prosa und Theaterstücken. 1999 erschien ihr Debüt Geschichte vom alten Kind, 2001 der Erzählband Tand, 2004 die Novelle Wörterbuch und im Februar 2008 der Roman Heimsuchung. Ab März 2007 übernahm Erpenbeck für ein Jahr eine vierzehntäglich erscheinende Kolumne von Nicole Krauss in der FAZ.

Quelle Text/Bilder: wikipedia.de

Bücher von Jenny Erpenbeck chronologisch

Rezensionen zu Jenny Erpenbeck

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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
4
von: Renie - 17.10.2021
"Die Gelegenheit beim Schopf packen" ist ein Ausspruch, der seinen Ursprung in der Darstellung des griechischen Gottes Kairos hat. Kairos galt in der griechischen Mythologie als Verkörperung des günstigen Augenblickes, den man nur festhalten konnte, wenn man ihm an der Stirnlocke packte, denn ansonsten war er kahl. Zog Kairos also an seinem Gegenüber vorbei, war's das mit dem günstigen Moment....
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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
4
von: Barbara62 - 02.10.2021
Am 11. Juli 1986 begegnen sich die 19-jährige Katharina, Setzerlehrling, und der 53-jährige Schriftsteller Hans W. in einem Bus in Ostberlin zum ersten Mal: "Die Türen schlossen sich wieder, der Bus fuhr an, sie suchte nach einem Haltegriff. Und da sah sie ihn. Und er sah sie. Draußen ging eine wahre Sintflut hernieder, drinnen dampfte es von den feuchten Kleidern der Zugestiegenen." (S. 16) Noch...
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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
5
von: Naibenak - 25.09.2021
„Kairos ist ein religiös-philosophischer Begriff für den günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung, dessen ungenutztes Verstreichen nachteilig sein könnte. In der griechischen Mythologie wurde der günstige Zeitpunkt als Gottheit personifiziert.“ (Zitat Wikipedia) In Jenny Erpenbecks Roman „Kairos“ kann ich durchaus beobachten, dass es solche entscheidenden Momente gibt. Zum einen gibt es diesen...
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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
5
von: RuLeka - 22.09.2021
Zu Beginn des Romans sitzt eine Frau mittleren Alters vor zwei Kartons und sichtet deren Inhalt: Briefe, Postkarten, Photos, Restaurantrechnungen, Zettel und vieles mehr. Relikte einer längst vergangenen Liebe, hinterlassen von dem Mann, den sie damals geliebt hat. Ihre erste schicksalhafte Begegnung war in Ostberlin, am 11. Juli 1986. Sie, Katharina, war damals 19 Jahre jung, lebte noch bei...
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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
5
von: Bartie - 18.09.2021
Am 11. Juli 1986 treffen sich zufällig mitten in Ost-Berlin die damals 19-jährige Katharina und der 53-jährige Hans. Und wie es Kairos, der Gott des glücklichen Augenblicks, in dem Moment bestimmt, nutzen die beiden „die Gunst der Stunde“ und entscheiden, den Abend zusammen zu verbringen. Und auch später halten sie an der Stirnlocke des Gottes fest und setzen ihre aufregende Bekanntschaft fort....
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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
5
von: Literaturhexle - 17.09.2021
Kairos ist der Gott des glücklichen Augenblicks. „War der Augenblick ein glücklicher, in dem sie damals, als neunzehnjähriges Mädchen, Hans traf?“, sinniert die mittlerweile mit einem anderen Mann verheiratete Katharina Jahre nach ihrer Beziehung mit Hans. Der Anlass? Hans ist gestorben, seine Witwe bringt zwei Kartons vorbei, die angefüllt sind mit Erinnerungsfragmenten aus jener Zeit. „In so...
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Rezension zu Kairos: Roman Jenny Erpenbeck
5
von: Wandablue - 17.09.2021
Kurzmeinung: Hätte unbedingt auf die Shortlist gehört. Statt des ganzen Genderzeugs. So wie man bei der Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland von der Gunst der Stunde spricht, dem historischen „Kairos“, so ist auch die Begegnung des Erpenbeckschen Paars ein „Kairos“. So empfindet es wenigstens das im Mittelpunkt der Geschichte stehende Paar Hans und Katharina und zelebriert wieder und...
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Rezension zu Gehen, ging, gegangen: Roman (Penguin Germany) Jenny Erpenbeck
4
von: Mikka Liest - 17.02.2019
Richard ist Professor, und das macht einen Großteil seiner Selbstwahrnehmung aus. Er ist Professor, aber er wurde gerade in den Ruhestand verabschiedet. Er ist Professor, und ihm geht darüber der Lebenssinn verloren. Gehen, ging, gegangen. Weil er selber gerade gehen musste, nimmt er sie erst gar nicht wahr – die Geflüchteten, die protestieren, weil sie schon wieder gehen sollen. Die keine Heimat...
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Rezension zu Gehen, ging, gegangen Jenny Erpenbeck
4
von: Xirxe - 17.08.2017
Richard, frisch emeritierter Professor, fällt wie so viele vor ihm zu Beginn dieses neuen Lebensabschnittes in eine Leere, die er versucht mit Sinn zu füllen. Da seine Arbeit ihm das einzig Sinngebende scheint, entschließt er sich zu einem neuen Projekt: Was ist Zeit? Die richtigen Gesprächspartner dazu sieht er in den Flüchtlingen, die in der Nähe seines Hauses untergekommen sind. Denn wer wenn...
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Rezension zu Wörterbuch Jenny Erpenbeck
2
von: parden - 07.06.2017
Eine junge Frau erinnert sich an ihre wohlbehütete Kindheit in einem südamerikanischen Land und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur: Die Eltern, die sich so fürsorglich um sie gekümmert haben, sind nicht ihre leiblichen Eltern. Sie sind Teil eines terroristischen Regimes, das auch ihre Eltern umgebracht hat … Vater. Mutter. Kind. So wächst das kleine Mädchen heran in einer kleinen Stadt,...
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Rezension zu Gehen, ging, gegangen Jenny Erpenbeck
4
von: parden - 27.02.2016
Richard ist seit kurzem emeritierter Professor für Altphilologie und bewohnt seit dem Tod seiner Frau am Rand von Ostberlin allein ein Haus an einem See. Richard hat eine Menge Zeit, und stellt sich zunehmend Fragen über das Vergehen derselben sowie über den Verlust von geliebten Menschen. Als er zufällig Asylsuchenden auf dem Berliner Oranienplatz begegnet, kommt ihm die Idee, bei genau ihnen...
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Ricarda Octavia Huch (* 18. Juli 1864 in Braunschweig; † 17. November 1947 in Schönberg im Taunus, heute Stadtteil von Kronberg; Pseudonym Richard Hugo) war eine deutsche Schriftstellerin, Dichterin...