Uwe Hans Heinz Timm (* 30. März 1940 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller.

Uwe Timm − drittes Kind des Ehepaares Hans und Anna Timm − wurde während des Zweiten Weltkrieges im Alter von drei Jahren (1943) gemeinsam mit seiner Mutter zu Verwandten nach Coburg evakuiert. Im Spätsommer 1945 kehrten sie nach Hamburg zurück, wo der aus dem Krieg heimgekehrte Vater eine Kürschnerei eröffnete. Im Anschluss an den Besuch der Volksschule absolvierte Uwe Timm eine Kürschnerlehre in der Firma Levermann.

1971 promovierte Timm über das Thema Das Problem der Absurdität bei Albert Camus. Seitdem arbeitet Timm als freier Schriftsteller. 1973 wurde Uwe Timm Mitglied der DKP. Mit deren Zielen konnte er sich aber nicht vollständig identifizieren, sodass er 1981 seinen Austritt erklärte, u. a. wegen der unkritischen Haltung der Partei gegenüber der DDR. Im selben Jahr siedelte er für zwei Jahre nach Rom über. Uwe Timm lebt derzeit mit seiner Familie in München und Berlin.

Quelle Text/Bilder: wikipedia.de

Bücher von Uwe Timm chronologisch

21.02.2020 - Morenga: Roman
07.09.2017 - Ikarien: Roman
15.08.2013 - Vogelweide: Roman

Rezensionen zu Uwe Timm

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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
3
von: Renie - 17.07.2020
Einen Klassiker zu lesen und zu rezensieren ist immer so eine Sache. Meine Erwartungen an das Buch sind hoch. Meine Ehrfurcht vor dem Buch, das aus irgendeinem Grund zum Klassiker stilisiert wurde, ist groß. Und am Ende stehe ich vor der schwierigen Herausforderung, eine aufrichtige Rezension zu schreiben. Fällt mein Urteil positiv aus, stelle ich mir die Frage, ob ich mich durch den Status "...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
4
von: Anjuta - 15.07.2020
In „Morenga“ führt uns Uwe Timm ein sehr in Vergessenheit geratenes Kapitel der deutschen Geschichte auf sehr dokumentarische Weise vor Augen: die Kolonialzeit in „Deutsch“ Südwest Afrika. Aus Anlass des 80. Geburtstags des Autors hat der dtv-Verlag auch diesen Roman von Uwe Timm noch einmal aufgelegt. Die Erneuerung, die natürlicherweise eine Verbesserung und Aktualisierung sein sollte, drückt...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
5
von: Mikka Liest - 01.07.2020
Deutsch-Südwestafrika (auf dem Gebiet des heutigen Namibia), 1904 bis 1908. Die Herero und Nama, spöttisch ‘Hottentotten’ genannt, kämpfen erbittert gegen die Kolonisten und Soldaten des Deutschen Kaiserreichs. Obwohl es zwischen den beiden Volksstämmen Spannungen und Konflikte gibt, eint der charismatische Jakob Morenga, Sohn eines Hereromannes und einer Namafrau, sie als Leitfigur des Konflikts...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
4
von: MRO1975 - 01.07.2020
Morenga ist nicht der "grandiose historische Roman", den der Klappentext in Aussicht stellt. Er ist vielmehr eine Mischung aus fiktiver Erzählung, Auszügen aus historischen Dokumenten, Gefechtsberichten und Abschnitten zur Landeskunde. Das macht ihn aber nicht weniger lesenswert. Das verbindende Element der Romanhandlung ist die wohl fiktive Geschichte um dem Ober-veterinär Johannes Gottschalk,...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
4
von: renee - 24.06.2020
Jeder, der sich die Frage stellt, was Kolonialismus für die Kolonisierten bedeutet, sollte dieses Buch lesen. Wobei man hier aber auch erwähnen sollte, dass das ganze Grauen nur angekratzt wird. Wobei das hier Erwähnte aber dennoch ausreicht. Ich habe dieses Buch in einer Leserunde erkunden und genießen dürfen und dies war eine sehr gute Entscheidung. Bedeutet doch eine anschließende Diskussion...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
4
von: Barbara62 - 16.06.2020
Keine Biografie oder Romanbiografie des Führers der Nama, Jakob Morenga, und auch kein gewöhnlicher Roman ist das bereits 1978 erschienene, zum 80. Geburtstag von Uwe Timm 2020 neu aufgelegte "Morenga". Die Collage aus fiktionaler Erzählung, historischen Dokumenten und authentischen wie erfundenen Berichten ist eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte in...
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5
von: Emswashed - 15.06.2020
... das sagt Morenga in dem Roman von Uwe Timm. Der anklagende Finger für die Schrecken der Kolonialgeschichte zeigt auf Deutschland, Anfang des 20. Jahrhunderts, als sie beschlossen den Aufstand der Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) niederzuschlagen. Und wenn ich Timms Morenga lese, wird mir klar: das sowas von sowas kommt! (frei nach Nenas 99 Luftballons) Virtuos,...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
4
von: Anjuta - 14.06.2020
In „Morenga“ führt uns Uwe Timm ein sehr in Vergessenheit geratenes Kapitel der deutschen Geschichte auf sehr dokumentarische Weise vor Augen: die Kolonialzeit in „Deutsch“ Südwest Afrika. Aus Anlass des 80. Geburtstags des Autors hat der dtv-Verlag auch diesen Roman von Uwe Timm noch einmal aufgelegt. Die Erneuerung, die natürlicherweise eine Verbesserung und Aktualisierung sein sollte, drückt...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
4
von: wal.li - 13.06.2020
Beworben hat sich der Oberveterinär Gottschalk nicht für den Einsatz in den deutschen Kolonien. Doch mit seinem Kollegen Wenstrup versteht er sich und gemeinsam lernen sie von ihrem Laufburschen die Nama-Sprache. Die Idylle trügt, denn die Einheimischen werden rebellisch. Verständlicherweise wollen sie ihr Land behalten und ihre eigenen Herren bleiben. Besonders Jakobus Morenga bereitet dem...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
5
von: kingofmusic - 12.06.2020
„Vielleicht wird es einmal selbstverständlich, jeder Kreatur zu helfen und ebenso den Bäumen, Büschen und Blumen, ja sogar der Erde, der Landschaft.“ (S. 407) Obiges Zitat ist nur einer von vielen bemerkenswerten Sätzen in Uwe Timm´s erstmals 1978 erschienenen und nun wieder neu aufgelegten Romans „Morenga“. Wobei die Kategorisierung „Roman“ hier nur bedingt „greift“ – ist das Buch doch eher eine...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
3
von: Wandablue - 12.06.2020
Die Kriegsverbrechen Deutschlands außerhalb des Zweiten Weltkriegs werden oft unter den Tisch gekehrt. Hier sind sie entsetzlich greifbar. Der 2020 wieder aufgelegte und überarbeitete Roman „Morenga“ aus dem Jahre 1978 von Uwe Timm, ist es ganz sicher wert, gelesen zu werden. Er beschreibt den Genozid, den Deutschland und England, beide zusammen, an den Hereros und Hottentotten in Namibia in den...
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Rezension zu Morenga: Roman Uwe Timm
5
von: RuLeka - 09.06.2020
Die Bücher von Uwe Timm begleiten mich schon lange. Er ist ein politisch engagierter Autor, Vertreter der 68Generation und er untersucht in seinen Büchern oft die Auswirkungen von historischen und gesellschaftspolitischen Begebenheiten auf die Biographien seiner Figuren.Nun ist anlässlich seines 80. Geburtstags sein vor über 40 Jahren geschriebener Roman „ Morenga“ neu herausgegeben worden,...
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4
von: Sassenach123 - 09.06.2020
Rotes Land Namibia 1904: Die Herero und Nama erheben sich gegen die deutschen Kolonialherren. Der Veterinär Gottschalk hat sich als Soldat freiwillig für den Einsatz in der Kolonie entschieden, und ist die zentrale Figur in dieser Geschichte. Nach der Ankunft in Deutsch-Südwest wird er für die Betreuung von Pferden und Rindern eingesetzt. Seine Tagebucherinnerungen sind ein wichtiger Teil der...
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5
von: kingofmusic - 15.05.2020
„[…] daher vertrete er von nun an die Idee einer illusionslosen Utopie – einer Utopie, […] anders gesagt einer unmöglichen, unerreichbaren Utopie, nach der man jedoch unentwegt und bis zum höchstmöglichen erreichbaren Emanzipationsniveau streben müsse.“ (S. 222) Es gibt ja immer wieder Bücher, die einen nicht „direkt“ anspringen, sondern sich langsam, von hinten heranschleichend, im Leser oder...
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Rezension zu Ikarien: Roman Uwe Timm
5
von: Matzbach - 25.02.2020
Zufall oder nicht? Meine erste Rezension im Jahr 2017 betraf Vespers "Frohburg", der sich thematisch in großen Teilen mit der Nachkriegsgeschichte auseinander setzt. Ebendieses Thema ist auch das des Romans "Ikarien" von Uwe Timm und somit auch meiner letzten Rezension für 2017. Lieutenant Michael Hansen, der 1932 seinem bereits in die USA ausgewanderten Vater folgte, kommt gegen Kriegsende 1945...
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